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Wiedersehen mit Lotte!
(gk) Vor genau 20 Jahren begann Lotte Jonathans glanzvolle sportliche Karriere in der ARS-Halle der SG Anspach. Dort stand sie beim 8-Nationen Cup U 14 im Team der Niederländer und räumte mit drei Titeln (Einzel, Doppel und Mannschaftswettbewerb) ordentlich Pokale ab. Mittlerweile hat sie zwei Kinder und erlebt ihren … zweiten Frühling. Sie freute sich über einen Zeitungsartikel aus der damaligen Zeit und fand lobende Worte über den SGA-Ansatz, der sich über Nachwuchsarbeit definiert.
Beim Leistungsabgleich des Deutschen Mannschaftsmeisters SG ETB Berlin und des Schlusslichts SG Anspach trafen einmal mehr Welten aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Auf der einen Seite die alles überragende Juliane Schenk mit den internationalen Ergänzungen aus Malaysia, Schottland, Dänemark und den Niederlanden. Auf der anderen Seite die Truppe mit der regionalen Identität, die dem Nachwuchs die Pforten zur Erstklassigkeit öffnet. Auf der einen Seite Robert Blair und Lotte Jonathans im GD, auf der anderen Seite die gerade 16-jährige Theresa Wurm mit ihrem Entdecker und Trainer Franklin Wahab, der seine Lehren auf dem Spielfeld Seite an Seite weitergibt. „Sie kann einmal eine ganz große Bundesligaspielerin werden, meinte dann auch Lotte“ und denkt lächelnd an das Jahr 1992 zurück, eben jenes Jahr als ihr Badminton noch in den Kinderschuhen steckte und sie vom damaligen und heutigen SGA-Abteilungsleiter mit glänzenden Augen drei Pokale entgegennahm.
Das Match selbst begeisterte die gut 150 Zuschauer, die ihre helle Freude an den Spielen hatten, auch wenn in der Endabrechnung das 0:6 unübersehbar war. Überragend trumpften Daniel Benz und Felix Schoppmann im 1. HD auf, in dem sie nur hauchdünn in drei Sätzen den renommierten Kenneth Jonassen und Robert Blair unterlagen. Für die SGA war es eine große Ehre, dass Berlin mit diesem Starensemble anreiste – einige Fans hatten sich insgeheim die zweite Garde gewünscht.
Bei der 1:5 Vortag-Niederlage gegen Tabellenführer 1. BC Bischmisheim - vor spärlicher Kulisse – blieb es Daniel Benz vorbehalten, aus SGA-Sicht den Glanzpunkt zu setzen. In seinem bisher besten Saisonspiel besiegte er Nationalspieler Dieter Domke in zwei Sätzen. Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse ist feststellbar, dass Mona Reich (21:23, 19:21 im DE) und Benz/Schoppmann (20:22, 18:21 im Doppel) durchaus eine Sensation auf dem Schläger hatten. Gut, dass nun erst mal eine Verschnaufpause ist – für noch wichtigere Dinge im Leben als das Badmintonspielen.
 
Frauen-Power - Mona Reich und Theresa Wurm erringen fünf Hessische Titel
(gk) Das kann sich wahrlich sehen lassen. Mit zwei Bundesligaeinsätzen im Gepäck gehörte die 16-Jährige Theresa Wurm natürlich zu den Top-Favoriten der U 17-Hessenmeisterschaften. So kam es denn auch. Das hoffnungsvolle Talent ließ der Konkurrenz im Einzel und Doppel keine Chance und stand ganz oben auf dem HM-Treppchen.
Im O-19-Bereich traten nicht alle Aktiven des Bundesligakaders der SGA an. Einige hatten noch die Starts bei der DBV Rangliste zu verkraften, andere schonten sich für die beiden kommenden Bundesligaspiele. So kürte sich Mona Reich mit einem lupenreinen Hattrick zur besten Spielerin des Turniers. Sie freute sich besonders über den Sieg im Einzel, in dem ihr nach langer Zeit endlich wieder ein Sieg gegen ihre Dauerkonkurrentin, Trainingspartnerin und Top-Spielerin des DBV, Steffi Struschka, gelang. Sehr erfreulich auch das Ergebnis von Jule Peters, die im DD mit Sandra Emrich (TV Wehen) erst in drei Sätzen Reich/Struschka unterlegen war.
 
SONNTAG, 4. DEZEMBER, 14.00 UHR: DER DEUTSCHE MEISTER EBT BERLIN KOMMT IN DIE ARS-HALLE! IST JULIANE SCHENK DABEI?
von Franklin Wahab
Zum Rückrundenstart der 1.Badminton-Bundesliga wartet auf die Fans der SG Anspach wieder einmal ein echter Leckerbissen. Mit dem EBT Berlin schlägt dieses Mal der deutsche Mannschaftsmeister 2011 in der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule auf! Die Hauptstädter können mit 5 internationalen Weltklassespielern und der deutschen Top-Dame Juliane Schenk an der Spitze auf ein Star-Ensemble zurückgreifen, das auch in diesem Jahr ein großer Favorit auf den Titel sein wird. Allerdings erwischten die Berliner in diesem Jahr einen eher schwachen Start (4. Platz / 13:5 Punkte), so dass sie in der Rückrunde mächtig Gas geben müssen, um noch die Play-Off-Ränge zu erreichen.
Mit JULIANE SCHENK haben die Hauptstädter einen richtigen Hochkaräter und DIE Vorzeigeathletin des deutschen Badminton Verbandes in ihren Reihen. Die aktuelle Nr. 6 der Weltrangliste ist eine der wenigen Europäerinnen, die in die Phalanx der Chinesinnen einbrechen kann, was sie bei der diesjährigen WM in London mit Platz 3 eindrucksvoll beweisen konnte. Eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2012 ist somit in greifbarer Nähe und das große Ziel für die gebürtige Krefelderin.
Die Holländerin LOTTE JONATHANS dürfte an die ARS-Sporthalle nur gute Erinnerungen haben: Bei den U 14-Europameisterschaften 1992, die in Anspach ausgetragen wurden, gewann sie damals gleich 3 Titel (Mannschaft, Einzel und Doppel) und startete quasi von hier aus ihre große internationale Karriere (u. a. Europameisterin im DD, Top 5 der Weltrangliste etc.)
Aber auch die Herrenriege hat einiges zu bieten: Der Malaye WONG CHONG HAAN wurde 2003 Vizeweltmeister im Herreneinzel und mischt nun schon seit vielen Jahren in der Belle Etage der internationalen Badmintonszene mit. Der 3-fache Commenwealth-Sieger mit seinem sonnigen Wesen gilt als einer der beliebtesten Spieler auf der Badmintontour.
Der Däne KENNETH JONASSEN hat zwar vor 2 Jahren seine Spielerkarriere beendet und ist mittlerweile hauptberuflich als englischer Nationaltrainer unterwegs, aber dass der Europameister von 2008 und ehemalige Weltranglisten-Zweite weiterhin locker höchsten Ansprüchen genügt, zeigt allein seine Bundesliga-Bilanz von 8:2 im letzten Jahr.
Auch der Engländer und Doppel-/Mixedspezialist ROBERT BLAIR kann mit einigen Erfolgen aufwarten: Die aktuelle Nr. 20 der Mixed-Weltrangliste wurde 2006 Vizeweltmeister im Herrendoppel.
Wie stark der Kader des EBT besetzt ist, zeigt allein der Blick auf die "Ersatzbank": Mit den Nationalspielern und nationalen Meistern TIM DETTMANN, SVEN-ERIC KASTENS (Deutschland), CHETAN ANAND (Indien), EETU HEINO (Finnland) und KAROLINE HOIIM (Estland) befinden sich dort Spieler im Wartestand, die bei jedem anderen Bundesligisten in der Startformation vorzufinden wären.
Die SG Anspach fand sich nach der Hinrunde am Tabellenende wieder. Nun gilt es in den nächsten Wochen weiterhin das Beste zu geben, um vielleicht doch noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Allerdings sind diese ersten beiden Rückrundenspieltage (am Samstag gastiert man beim 1.BC Bischmisheim-Saarbrücken, seines Zeichens Deutscher Mannschaftsmeister von 2006-2010) harte Brocken für die Taunusstädter, zumal auch die gesundheitliche Situation um die beiden Leistungsträger Andreas Heinz (Fingerfraktur) und Samantha Barning (Schulter) bis zum Wochenende noch fraglich erscheint. In guter Form zeigten sich in den letzten Wochen Mona Reich (3-fache Hessenmeisterin und 3. Platz im DE der DBV-RL in Cuxhaven) und Daniel Benz (2. Platz im HD und 3. Platz HE auf der DBV-RL in Cuxhaven) und das lässt auf jeden Fall Hoffnung aufkeimen.
Besuchen Sie das Heimspiel der SGA. Bester Badmintonsport ist garantiert. Einmal mehr heißt es im Kampf um den Klassenerhalt: Internationale Klasse gegen regionale Leistungsträger und Nachwuchshoffnungen.
„Großes Kino“ beim Heimspiel-Debüt von Lara und Theresa gegen den 1. BC Beuel
(gk) Das erste Dienstagabend-Punktspiel in der SGA-Vereinsgeschichte entwickelte sich zu einer echten Werbung für den Badmintonsport. 250 Zuschauer waren gekommen und harrten bis zum letzten Schlagabtausch, auch wenn die Partie für den Deutschen Vizemeister 1. BC Beuel längst in trockenen Tüchern war. Der Applaus, der an diesem Abend auch mit „Standing Ovations“ gepaart war, galt sowohl den sympathischen Sportfreunden vom Rhein als auch den aufopferungsvoll kämpfenden SGA’lern, die sich am Ende mit einem Trostpunkt begnügen mussten, den Mona Reich gegen die 17-jährige Hanna Pohl im DE sicherte (21:10, 21:12). Darüber hinaus gab es für die SGA sportlich gesehen nichts zu holen. Felix Schoppmann und Andi Heinz mochten sich im 1. HD noch so mühen – mehr als zwei achtbare Sätze waren gegen Marc Zwiebler und Ingo Kindervater nicht drin. So erging es im DD auch Mona Reich / Lara Käpplein gegen Birgit Michels / Hanna Pohl und Andi Heinz / Theresa Wurm im GD gegen die Ausnahmeathleten Ingo Kindervater / Birgit Michels.  
Mit dem Einsatz der beiden 16-jährigen Lara Käpplein (DD) und Theresa Wurm (GD) stellte sich die SGA einmal mehr hinter den regionalen „Jugend-Ansatz“, der vom Umfeld nachhaltig unterstützt wird. „Lieber mit 250 Zuschauern 1:5 verlieren als vor einer Geisterkulisse 5:1 gewinnen“ - darüber sind sich Team und Vorstand einig. „Wir brauchen in unseren Hallen Menschen, die sich mit uns und unserem Ansatz identifizieren.“ Für Theresa und Lara war es eine „super Erfahrung“, wie sie sagen. „Am Anfang waren wir schon aufgeregt, aber die Zuschauer haben uns fantastisch unterstützt und uns das Lampenfieber genommen.“ Bewundernswert, dass der „Fast-zwei-Meter-Mann Ingo Kindervater keinerlei Angriffe auf die kleine Theresa Wurm fuhr, sondern sich auch mal gerne von ihrer zierlichen Kontrahentin Bälle um die Ohren schlagen ließ. Großes Kompliment! Überragende Ballwechsel wurden auch in den beiden Herreneinzeln geboten. Insbesondere Daniel Benz spielte wohl eines seiner absolut besten Spiele. Gegen Marc Zwiebler bot Daniel im 1. HE wohl das beste Spiel seiner Karriere – schade, dass er im 2. Satz seine Satzballchance nicht nutzen konnte. Im 2. HE musste Steffen Hornig trotz einiger spektakulärer Ballwechsel die erwartete Überlegenheit seines Gegners Tetjono anerkennen, der nach dem Spiel wieder für einige Monate in seine indonesische Heimat reiste.
Alles in allem war es „großes Kino“ in der ARS-Halle. Ein sportliches Erlebnis für jeden, der dabei war. Birgit Michels wünschte uns abschließend den Nichtabstieg, denn vor diesem Publikum würde sie sehr gerne wieder spielen. Verständlich, dass unter diesen positiven Begleitumständen die Vorfreude auf das nächste Heimspiel  (SG EBT Berlin) schon am Wachsen ist.   
PREMIERE – erster Dienstagabend-Spieltag für die SG Anspach
Felix Schoppmann
Zum ersten Mal in der Geschichte ist die Bundesliga-Mannschaft der SG Anspach Gastgeber eines Dienstag-Spieltags. Und mit dem 1.BC Beuel gibt sich ein echter Hochkaräter die Ehre. Der Vizemeister des letzten Jahres hat mit Marc Zwiebler, Birgit Michels und Ingo Kindervater drei der erfolgreichsten und wohl auch bekanntesten Badmintonspieler Deutschlands in seinen Reihen. Mit MARC ZWIEBLER schlägt DER Vorzeige-Athlet des Deutschen Badminton Verbandes für die ehemaligen Hauptstädter auf. Der gebürtige Bonner ist die aktuelle Nr.15 der Herreneinzel-Weltrangliste und schaffte es in diesem Jahr sogar die lebende Legende und Olympiasieger von 2004 Taufik Hidayat zweimal in die Schranken zu weisen. Zudem erreichte er bei den traditionsreichen All England das Halbfinale, wo er erst gegen den späteren Sieger Lin Dan (seines Zeichens Olympiasieger von 2008) in 3 Sätzen unterlag.INGO KINDERVATER kann man getrost als einen der erfolgreichsten Doppelspieler Deutschlands der letzten Jahre bezeichnen: 9 Meistertitel und Nr.15 der Welt im Herrendoppel sprechen für sich. Auch er schaffte im vergangenen Jahr einen bemerkenswerten Coup: Bei den French Open besiegte er mit seinem Partner Johannes Schöttler im Halbfinale die aktuellen Olympiasieger aus Indonesien Kido/Setiawan. Bei den Damen steht mit BIRGIT MICHELS(geb.OVERZIER) die beste deutsche Mixed-Dame aller Zeiten auf dem Parkett. Auch sie konnte in diesem Jahr schon einige bemerkenswerte Erfolge erzielen, besonders genannt sei hier der Einzug ins Halbfinale der All England mit ihrem Partner M. Fuchs. Zurzeit belegen die beiden Vorzeigeathleten Weltranglistenplatz 9 im Mixed. Den Kader vervollständigen der indonesische Meister im Herreneinzel von 2003 und 2005 ANDRE TEDJONO und die ungarische Meisterin im Dameneinzel 2011,REGINA ZSIGMOND Die SGA hatte in den letzten Spielen etwas mit dem Verletzungspech zu kämpfen. Ausgerechnet mit Andreas Heinz und Samantha Barning fielen wichtige Leistungsträger im Kampf um den Klassenerhalt aus, doch sind es bis zum rettenden Ufer weiterhin nur 2 Punkte. Somit ist noch eine Menge möglich.                                                                                                     Mit dem BC Beuel reist „ein harter Brocken“ an, der wohl nicht zu knacken ist. Eines steht dennoch fest: Die hoffentlich zahlreichen Zuschauer können sich auf ein hellwaches SGA-Team freuen – und auf ein deutsches Spitzenteam, das in diesem Jahr den Titel holen möchte. Kommen Sie am Dienstag, den 8.11., in die ARS-Halle nach Neu-Anspach. Spielbeginn ist 19.00 Uhr!
Ohne Barning und Heinz null Chancen beim 0:6
(gk) Nun kommen die „dicken Brocken“ hintereinander: Lüdinghausen, Beuel und Bischmisheim. Das kann schon zur Zerreißprobe werden, meinen Insider. Das SGA-Team, das im vorletzten Vorrundenspiel neben der „roten Laterne“ auch noch das Fehlen der beiden international erfahrenen Samantha Barning und Andi Heinz zu beklagen hatte, krempelt indes die Ärmel hoch. Kurzfristig musste auch noch der zuletzt großartig auftrumpfende Felix Schoppmann wegen eines gesundheitlichen Problems auf seinen Einsatz im Mixed verzichten. So konnte nur noch auf einen dezimierten SC Union 08 Lüdinghausen gehofft werden, der mit Deutschlands Nr. 2, Karin Schnaase und Josche Zurwonne, lediglich zwei deutsche Akteure in seinen Reihen hat. Den erhofften Gefallen taten die Gastgeber dem Abstiegsaspiranten nicht. Zu sehr befindet sich Lüdinghausen derzeit im Höhenflug und möchte unbedingt in die Play-Off-Runde. So blieben am Ende nur achtbare Ergebnisse für die SGA, von denen das Dreisatzmatch im  Herrendoppel (Benz/Schoppmann) herausragte. Im 1. Herreneinzel glänzte Daniel Benz erneut und erzielte gegen Yuhan Tan ein mehr als achtbares Ergebnis. Das 0:6 spiegelt einmal mehr das überragende Niveau wider, das derzeit im vorderen Drittel der Tabelle gespielt wird. Nun hoffen wir auf viele Zuschauer im nächsten Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Vizemeister, den 1. BC Beuel. Der wird wohl ohne Sorge nach Neu-Anspach reisen. Hauptsache er hat seine Asse Marc Zwiebler und Birgit Michels dabei – die sind alleine schon das Eintrittsgeld wert.  
Der Weg ist das Ziel …
(gk) Ihre Vorbilder sind ganz gewiss Juliane Schenk oder Johanna Goliszewski, vielleicht auch Karin Schnaase oder Olga Konon – so genau haben sich die beiden noch nicht festgelegt. Von allen bringen sie aber schon ein bisschen mit. „Auf ihrem Weg“ konnten sie sich aber die beiden sechszehnjährigen Nachwuchshoffnungen der SG Anspach, Theresa Wurm und Lara Käpplein, bereits einen besonderen Traum erfüllen.  Am Tag der Deutschen Einheit standen sie in der Stammformation des Bundesligisten SG Anspach und durften im Doppel aufschlagen. So – und nicht anders – können aus unseren jungen Talenten einmal ganz Große werden. Wir müssen sie beachten! Theresa und Lara sind ein weiteres Beispiel der langfristig angelegten SGA-Aufbauarbeit, die natürlich viele Verbündete hat. Die so renommierte Nicol Bittner mit ihren 59 Länderspielen und die niederländische Meisterin im DD 2011, Paulien van Doormalen (PTSV Rosenheim), werden ob der quirligen Jugend wohl etwas verdutzt geschaut haben – doch nach dem 12:21, 8:21 hielten sie ermunternde Komplimente parat …“weiter so“ und „bleibt am Ball, Mädels“. So können auch 1:5-Niederlagen Werte offenbaren, die es zu hüten gilt. Klar, in der 1. Liga zählen die Ergebnisse, die den Ligaverbleib garantieren. So bleibt dem Chronisten an dieser Stelle einmal mehr anzumerken, dass die SGA Lehrgeld bezahlen musste. Nur Mona Reich punktete für die Taunusstädter im Dameneinzel gegen die 18-jährige Barbara Bellenberg. Felix Schoppmann und Andi Heinz, die zuletzt überragende Herrendoppel spielten, erlebten nach schwachem Auftakt einen 2. Satz, in dem sie gegen Käsbauer, P./Roth bei eigenen Satzbällen den Entscheidungssatz vor Augen hatten. Nach einem wahren Wechselbad der Gefühle gab es dann aber doch ein undankbares 26:28. In den weiteren Begegnungen blieb die SGA chancenlos. Entgegen allen Befürchtungen vermeldet die die SGA jedoch schon heute Vorfreude auf das nächste Heimspiel gegen den 1. BC Beuel und seine Stars – losgelöst von jedem Erfolgsdruck, wie sich versteht!
Hohe Team-Identifikation trotz erneuter Niederlage - 200 begeisterte Zuschauer bei SGA-Heimspiel gegen Mülheim
(gk) Weder das gute Herbstwetter noch die „Rote Laterne“ konnten die eifrigen Fans der SGA davon abhalten, das Duell der beiden Aufsteiger 1. BC Mülheim und SG Anspach zu verfolgen. „Die 1. Liga kommt im Umfeld hervorragend an. Die Fans zeigen wahre Badminton-Begeisterung und Identifikation mit ihrem Team bis zum letzten Spiel.“ Das tut der SGA-Badmintonseele gut, die nach jedem Punktestrohhalm greift. Aufgrund der erstrangigen Regional-Philosophie gilt das Team um Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab bei der Gegnerschaft als potenzieller Absteiger, den nur Wunder retten können.
Wie eine „Kellerpartie“ sah das Match der Aufsteiger aber beileibe nicht aus. Davon konnten sich die knapp 200 Zuschauer gleich zu Beginn des Matches nachhaltig überzeugen. Andi Heinz und Felix Schoppmann wuchsen im HD einmal mehr über sich hinaus und gaben sich erst  nach erbittertem Kampf und spektakulären Ballwechseln dem „indonesischen Paar“ Gunawi/Dasuki im dritten Satz mit 17:21 geschlagen. Da bei den Damen die Ausfälle Cigognini (Mühlheim) und Barning (SGA) zu kompensieren waren, standen neu formierte Doppel auf dem Feld. Dabei lieferte Anna-Lena Riepl ein überaus gutes Debüt, auch wenn sie letztendlich in der Schlussphase des 3. Satzes an der Seite von Mona Reich nichts gegen die Dominanz der Ex-Anspacherin Johanna Goliszewski ausrichten konnte. Das 2:0 für Mülheim hing an einem ganz seidenen Faden. Die SGA geriet durch den Verlust der beiden Schlüsselspiele frühzeitig auf die Verliererstraße. Da nutzte im 1. HE auch das Kämpferherz von Daniel Benz nichts, der in einem durchaus machbaren Spiel 16:21, 20:22 gegen Alexander Roovers unterlag. Die SGA verkürzte kurzzeitig auf 1:3, da die junge Katharina Altenbeck bereits im 1. Satz verletzungsbedingt aussteigen musste. Dass die Trauben gegen das übermächtige Mixed Dasuki/Goliszewski sehr hoch hängen würden, wusste man von vorneherein und auch Steffen Hornig befand sich im 2. HE in der Außenseiterrolle gegen den Routinier Dharma Gunawi. Bei einem Punktergebnis von 250 zu 250 relativiert sich das klare 1:5 Endergebnis ein wenig. „Der Wind weht rau in der 1. Liga – doch er wirft uns nicht um.“   
 
 
Kellerduell mit Weltklasse
(fs) Am kommenden Sonntag kommt es in der ARS- Halle um 14 Uhr beim Aufeinandertreffen der SGA mit dem 1.BV Mülheim zum Spiel der beiden Schlusslichter der 1. Bundesliga.
Dabei kehrt mit Johanna Goliszewski eine Spielerin nach Neu-Anspach zurück, die lange für uns gespielt hat und dem Verein nach wie vor freundschaftlich verbunden ist. Mittlerweile ist die in Mülheim an der Ruhr lebende und mit der Damennationalmannschaft trainierende Johanna mehrfache WM Teilnehmerin. Als besonderen Leckerbissen in Spielerische Hinsicht ist der Indonesier Yonatha Dasuki zu sehen. Noch vor weniger als 2 Jahren war er Indonesischer Nationalspieler und in den TOP 10 der Herrendoppelweltrangliste zu finden. Aufgrund nur noch seltener Turnierteilnahmen ist er in der Weltrangliste abgerutscht. Am letzten Spieltag zeigte er aber, dass er immer noch auf einem sehr hohen Niveau spielt und gewann das Doppel und Mixed klar. Weiterhin kommen bei den Herren mit Alex Roovers und Dharma Gunawi zwei Spieler zum Einsatz, die bei Deutschen Ranglisten stets im Halbfinale oder Finale zu finden sind. Mülheim holte beim 3:3 gegen Hamburg am letzten Spieltag seinen ersten Punkt und überholte die SGA in der Tabelle dank dem besseren Spieleverhältnis.
Die SGA wird wohl in Bestbesetzung antreten können. Nach dem Punktgewinn am vorletzten Spieltag unterlag die Mannschaft nur knapp beim TV Refrath. Der Ärger über die verpassten Punkte zeigt, dass die Mannschaft an sich und das Wunder „Klassenerhalt“ weiterhin glaubt. Die Spieler wollen das schwache Auftreten vom letzten Heimspiel gegen Hamburg vergessen machen und Ihre durchaus vorhandenen Chancen versuchen zu nutzen um im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen. Dabei hilft natürlich eine entsprechende Zuschauerkulisse.
Neben der gewohnt erstklassigen Kuchentheke wird absolutes Spitzenbadminton geboten. Kommt also am Sonntag vorbei.
Es hat nicht ganz sollen sein ... 2:4-Niederlage beim TV Refrath
(gk) Wenn nach vier Spieltagen erst ein Zähler auf der Habenseite ist, dann wissen die betroffenen Vereine in der Regel, dass das Saisonziel nur lauten kann: Kampf um den Klassenerhalt! So war denn auch die Marschroute klar und sowohl der TV Refrath (bislang 1:7) als auch die SG Anspach (1:7) traten mit einer Bestenauslese an. Mit einer Ausnahme: Max Schwenger fehlte beim Gastgeber verletzungsbedingt. Dennoch: Die klare Favoritenrolle schoben alle Insider dem TVR zu. Und gerade dieser Erfolgsdruck der Schützlinge um Dany Schwarz und Heinz Keltzenberg spielte den Tunusstädtern anfangs mächtig in die Karten. Das SGA-Damendoppel mit Mona Reich und Samantha Barning legte furios los und führte nach wenigen Minuten des 1. Satzes 15:2 (!). Doch das TVR—Doppel mit Kim Buss und Carla Nelte kam immer besser ins Spiel und behielt im erforderlichen 3. Satz die Oberhand. Zeitgleich sorgte das HD der SGA mit Felix Schoppmann und Andi Heinz für eine kleine Sensation. Die beiden ließen sich vom taiwanesischen Neuzugang Lin Yu Hsien und Denis Nyenhuis nicht beeindrucken und siegten mit 21:17, 22:20 hauchdünn, aber verdient. Von da ab waren die Refrather wachgerüttelt und steuerten unaufhaltsam dem verordneten Pflichtsieg entgegen. Mona Reich unterlag im DE der irischen Nationalspielerin Chloe Magee nach gutem ersten Satz (19:21), Daniel Benz zog sich gegen Lin Yu Hsien mehr als achtbar aus der Affäre und Steffen Hornig wehrte im 2. Satz nach 15:20 Rückstand gar fünf Matchbälle ab, ehe er sich mit 22:20 durchsetzte und in den Entscheidungssatz ging. Da hatte er allerdings gegen den immer besser auftrumpfenden Kai Waldenberger keine Chance mehr. Dass Felix Schoppmann zurzeit einen hervorragenden Ball spielt, konnte jeder der knapp 50 Zuschauer wahrnehmen. Nach seinem HD-Sieg setzte er im GD mit der sehr starken Samantha Barning noch eins drauf und landete einen imposanten Zweisatzsieg gegen Chloe Magee und Denis Nyenhuis. An der Seite von Nyenhuis hatte Felix übrigens die erste DBV-Rangliste im HD gewonnen. 
Alles in allem war es ein weiterer guter Auftritt des SGA-Teams mit einer doch etwas unglücklichen Niederlage. „Das Unentschieden war schon in Reichweite, doch am Ende fehlte neben dem Quäntchen Glück noch ein wenig das Stehvermögen, mit dem man auch dritte Sätze gewinnen kann“, resümierte Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab, der neben Christian Roth das Team coachte. Das sympathische Refrather Team wird seinen Weg gehen, auch wenn es in dieser Saison vermutlich nur in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein wird. Mit der vorbildlichen Nachwuchsarbeit und einem beeindruckenden Talente-Pool sollte die Oberhauszugehörigkeit jedoch auf Jahre gesichert sein. 
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Badminton Bundesliga
©2009 Lars Janßen