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„Großes Kino“ beim Heimspiel-Debüt von Lara und Theresa gegen den 1. BC Beuel
(gk) Das erste Dienstagabend-Punktspiel in der SGA-Vereinsgeschichte entwickelte sich zu einer echten Werbung für den Badmintonsport. 250 Zuschauer waren gekommen und harrten bis zum letzten Schlagabtausch, auch wenn die Partie für den Deutschen Vizemeister 1. BC Beuel längst in trockenen Tüchern war. Der Applaus, der an diesem Abend auch mit „Standing Ovations“ gepaart war, galt sowohl den sympathischen Sportfreunden vom Rhein als auch den aufopferungsvoll kämpfenden SGA’lern, die sich am Ende mit einem Trostpunkt begnügen mussten, den Mona Reich gegen die 17-jährige Hanna Pohl im DE sicherte (21:10, 21:12). Darüber hinaus gab es für die SGA sportlich gesehen nichts zu holen. Felix Schoppmann und Andi Heinz mochten sich im 1. HD noch so mühen – mehr als zwei achtbare Sätze waren gegen Marc Zwiebler und Ingo Kindervater nicht drin. So erging es im DD auch Mona Reich / Lara Käpplein gegen Birgit Michels / Hanna Pohl und Andi Heinz / Theresa Wurm im GD gegen die Ausnahmeathleten Ingo Kindervater / Birgit Michels.  
Mit dem Einsatz der beiden 16-jährigen Lara Käpplein (DD) und Theresa Wurm (GD) stellte sich die SGA einmal mehr hinter den regionalen „Jugend-Ansatz“, der vom Umfeld nachhaltig unterstützt wird. „Lieber mit 250 Zuschauern 1:5 verlieren als vor einer Geisterkulisse 5:1 gewinnen“ - darüber sind sich Team und Vorstand einig. „Wir brauchen in unseren Hallen Menschen, die sich mit uns und unserem Ansatz identifizieren.“ Für Theresa und Lara war es eine „super Erfahrung“, wie sie sagen. „Am Anfang waren wir schon aufgeregt, aber die Zuschauer haben uns fantastisch unterstützt und uns das Lampenfieber genommen.“ Bewundernswert, dass der „Fast-zwei-Meter-Mann Ingo Kindervater keinerlei Angriffe auf die kleine Theresa Wurm fuhr, sondern sich auch mal gerne von ihrer zierlichen Kontrahentin Bälle um die Ohren schlagen ließ. Großes Kompliment! Überragende Ballwechsel wurden auch in den beiden Herreneinzeln geboten. Insbesondere Daniel Benz spielte wohl eines seiner absolut besten Spiele. Gegen Marc Zwiebler bot Daniel im 1. HE wohl das beste Spiel seiner Karriere – schade, dass er im 2. Satz seine Satzballchance nicht nutzen konnte. Im 2. HE musste Steffen Hornig trotz einiger spektakulärer Ballwechsel die erwartete Überlegenheit seines Gegners Tetjono anerkennen, der nach dem Spiel wieder für einige Monate in seine indonesische Heimat reiste.
Alles in allem war es „großes Kino“ in der ARS-Halle. Ein sportliches Erlebnis für jeden, der dabei war. Birgit Michels wünschte uns abschließend den Nichtabstieg, denn vor diesem Publikum würde sie sehr gerne wieder spielen. Verständlich, dass unter diesen positiven Begleitumständen die Vorfreude auf das nächste Heimspiel  (SG EBT Berlin) schon am Wachsen ist.   
PREMIERE – erster Dienstagabend-Spieltag für die SG Anspach
Felix Schoppmann
Zum ersten Mal in der Geschichte ist die Bundesliga-Mannschaft der SG Anspach Gastgeber eines Dienstag-Spieltags. Und mit dem 1.BC Beuel gibt sich ein echter Hochkaräter die Ehre. Der Vizemeister des letzten Jahres hat mit Marc Zwiebler, Birgit Michels und Ingo Kindervater drei der erfolgreichsten und wohl auch bekanntesten Badmintonspieler Deutschlands in seinen Reihen. Mit MARC ZWIEBLER schlägt DER Vorzeige-Athlet des Deutschen Badminton Verbandes für die ehemaligen Hauptstädter auf. Der gebürtige Bonner ist die aktuelle Nr.15 der Herreneinzel-Weltrangliste und schaffte es in diesem Jahr sogar die lebende Legende und Olympiasieger von 2004 Taufik Hidayat zweimal in die Schranken zu weisen. Zudem erreichte er bei den traditionsreichen All England das Halbfinale, wo er erst gegen den späteren Sieger Lin Dan (seines Zeichens Olympiasieger von 2008) in 3 Sätzen unterlag.INGO KINDERVATER kann man getrost als einen der erfolgreichsten Doppelspieler Deutschlands der letzten Jahre bezeichnen: 9 Meistertitel und Nr.15 der Welt im Herrendoppel sprechen für sich. Auch er schaffte im vergangenen Jahr einen bemerkenswerten Coup: Bei den French Open besiegte er mit seinem Partner Johannes Schöttler im Halbfinale die aktuellen Olympiasieger aus Indonesien Kido/Setiawan. Bei den Damen steht mit BIRGIT MICHELS(geb.OVERZIER) die beste deutsche Mixed-Dame aller Zeiten auf dem Parkett. Auch sie konnte in diesem Jahr schon einige bemerkenswerte Erfolge erzielen, besonders genannt sei hier der Einzug ins Halbfinale der All England mit ihrem Partner M. Fuchs. Zurzeit belegen die beiden Vorzeigeathleten Weltranglistenplatz 9 im Mixed. Den Kader vervollständigen der indonesische Meister im Herreneinzel von 2003 und 2005 ANDRE TEDJONO und die ungarische Meisterin im Dameneinzel 2011,REGINA ZSIGMOND Die SGA hatte in den letzten Spielen etwas mit dem Verletzungspech zu kämpfen. Ausgerechnet mit Andreas Heinz und Samantha Barning fielen wichtige Leistungsträger im Kampf um den Klassenerhalt aus, doch sind es bis zum rettenden Ufer weiterhin nur 2 Punkte. Somit ist noch eine Menge möglich.                                                                                                     Mit dem BC Beuel reist „ein harter Brocken“ an, der wohl nicht zu knacken ist. Eines steht dennoch fest: Die hoffentlich zahlreichen Zuschauer können sich auf ein hellwaches SGA-Team freuen – und auf ein deutsches Spitzenteam, das in diesem Jahr den Titel holen möchte. Kommen Sie am Dienstag, den 8.11., in die ARS-Halle nach Neu-Anspach. Spielbeginn ist 19.00 Uhr!
Ohne Barning und Heinz null Chancen beim 0:6
(gk) Nun kommen die „dicken Brocken“ hintereinander: Lüdinghausen, Beuel und Bischmisheim. Das kann schon zur Zerreißprobe werden, meinen Insider. Das SGA-Team, das im vorletzten Vorrundenspiel neben der „roten Laterne“ auch noch das Fehlen der beiden international erfahrenen Samantha Barning und Andi Heinz zu beklagen hatte, krempelt indes die Ärmel hoch. Kurzfristig musste auch noch der zuletzt großartig auftrumpfende Felix Schoppmann wegen eines gesundheitlichen Problems auf seinen Einsatz im Mixed verzichten. So konnte nur noch auf einen dezimierten SC Union 08 Lüdinghausen gehofft werden, der mit Deutschlands Nr. 2, Karin Schnaase und Josche Zurwonne, lediglich zwei deutsche Akteure in seinen Reihen hat. Den erhofften Gefallen taten die Gastgeber dem Abstiegsaspiranten nicht. Zu sehr befindet sich Lüdinghausen derzeit im Höhenflug und möchte unbedingt in die Play-Off-Runde. So blieben am Ende nur achtbare Ergebnisse für die SGA, von denen das Dreisatzmatch im  Herrendoppel (Benz/Schoppmann) herausragte. Im 1. Herreneinzel glänzte Daniel Benz erneut und erzielte gegen Yuhan Tan ein mehr als achtbares Ergebnis. Das 0:6 spiegelt einmal mehr das überragende Niveau wider, das derzeit im vorderen Drittel der Tabelle gespielt wird. Nun hoffen wir auf viele Zuschauer im nächsten Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Vizemeister, den 1. BC Beuel. Der wird wohl ohne Sorge nach Neu-Anspach reisen. Hauptsache er hat seine Asse Marc Zwiebler und Birgit Michels dabei – die sind alleine schon das Eintrittsgeld wert.  
Der Weg ist das Ziel …
(gk) Ihre Vorbilder sind ganz gewiss Juliane Schenk oder Johanna Goliszewski, vielleicht auch Karin Schnaase oder Olga Konon – so genau haben sich die beiden noch nicht festgelegt. Von allen bringen sie aber schon ein bisschen mit. „Auf ihrem Weg“ konnten sie sich aber die beiden sechszehnjährigen Nachwuchshoffnungen der SG Anspach, Theresa Wurm und Lara Käpplein, bereits einen besonderen Traum erfüllen.  Am Tag der Deutschen Einheit standen sie in der Stammformation des Bundesligisten SG Anspach und durften im Doppel aufschlagen. So – und nicht anders – können aus unseren jungen Talenten einmal ganz Große werden. Wir müssen sie beachten! Theresa und Lara sind ein weiteres Beispiel der langfristig angelegten SGA-Aufbauarbeit, die natürlich viele Verbündete hat. Die so renommierte Nicol Bittner mit ihren 59 Länderspielen und die niederländische Meisterin im DD 2011, Paulien van Doormalen (PTSV Rosenheim), werden ob der quirligen Jugend wohl etwas verdutzt geschaut haben – doch nach dem 12:21, 8:21 hielten sie ermunternde Komplimente parat …“weiter so“ und „bleibt am Ball, Mädels“. So können auch 1:5-Niederlagen Werte offenbaren, die es zu hüten gilt. Klar, in der 1. Liga zählen die Ergebnisse, die den Ligaverbleib garantieren. So bleibt dem Chronisten an dieser Stelle einmal mehr anzumerken, dass die SGA Lehrgeld bezahlen musste. Nur Mona Reich punktete für die Taunusstädter im Dameneinzel gegen die 18-jährige Barbara Bellenberg. Felix Schoppmann und Andi Heinz, die zuletzt überragende Herrendoppel spielten, erlebten nach schwachem Auftakt einen 2. Satz, in dem sie gegen Käsbauer, P./Roth bei eigenen Satzbällen den Entscheidungssatz vor Augen hatten. Nach einem wahren Wechselbad der Gefühle gab es dann aber doch ein undankbares 26:28. In den weiteren Begegnungen blieb die SGA chancenlos. Entgegen allen Befürchtungen vermeldet die die SGA jedoch schon heute Vorfreude auf das nächste Heimspiel gegen den 1. BC Beuel und seine Stars – losgelöst von jedem Erfolgsdruck, wie sich versteht!
Hohe Team-Identifikation trotz erneuter Niederlage - 200 begeisterte Zuschauer bei SGA-Heimspiel gegen Mülheim
(gk) Weder das gute Herbstwetter noch die „Rote Laterne“ konnten die eifrigen Fans der SGA davon abhalten, das Duell der beiden Aufsteiger 1. BC Mülheim und SG Anspach zu verfolgen. „Die 1. Liga kommt im Umfeld hervorragend an. Die Fans zeigen wahre Badminton-Begeisterung und Identifikation mit ihrem Team bis zum letzten Spiel.“ Das tut der SGA-Badmintonseele gut, die nach jedem Punktestrohhalm greift. Aufgrund der erstrangigen Regional-Philosophie gilt das Team um Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab bei der Gegnerschaft als potenzieller Absteiger, den nur Wunder retten können.
Wie eine „Kellerpartie“ sah das Match der Aufsteiger aber beileibe nicht aus. Davon konnten sich die knapp 200 Zuschauer gleich zu Beginn des Matches nachhaltig überzeugen. Andi Heinz und Felix Schoppmann wuchsen im HD einmal mehr über sich hinaus und gaben sich erst  nach erbittertem Kampf und spektakulären Ballwechseln dem „indonesischen Paar“ Gunawi/Dasuki im dritten Satz mit 17:21 geschlagen. Da bei den Damen die Ausfälle Cigognini (Mühlheim) und Barning (SGA) zu kompensieren waren, standen neu formierte Doppel auf dem Feld. Dabei lieferte Anna-Lena Riepl ein überaus gutes Debüt, auch wenn sie letztendlich in der Schlussphase des 3. Satzes an der Seite von Mona Reich nichts gegen die Dominanz der Ex-Anspacherin Johanna Goliszewski ausrichten konnte. Das 2:0 für Mülheim hing an einem ganz seidenen Faden. Die SGA geriet durch den Verlust der beiden Schlüsselspiele frühzeitig auf die Verliererstraße. Da nutzte im 1. HE auch das Kämpferherz von Daniel Benz nichts, der in einem durchaus machbaren Spiel 16:21, 20:22 gegen Alexander Roovers unterlag. Die SGA verkürzte kurzzeitig auf 1:3, da die junge Katharina Altenbeck bereits im 1. Satz verletzungsbedingt aussteigen musste. Dass die Trauben gegen das übermächtige Mixed Dasuki/Goliszewski sehr hoch hängen würden, wusste man von vorneherein und auch Steffen Hornig befand sich im 2. HE in der Außenseiterrolle gegen den Routinier Dharma Gunawi. Bei einem Punktergebnis von 250 zu 250 relativiert sich das klare 1:5 Endergebnis ein wenig. „Der Wind weht rau in der 1. Liga – doch er wirft uns nicht um.“   
 
 
Kellerduell mit Weltklasse
(fs) Am kommenden Sonntag kommt es in der ARS- Halle um 14 Uhr beim Aufeinandertreffen der SGA mit dem 1.BV Mülheim zum Spiel der beiden Schlusslichter der 1. Bundesliga.
Dabei kehrt mit Johanna Goliszewski eine Spielerin nach Neu-Anspach zurück, die lange für uns gespielt hat und dem Verein nach wie vor freundschaftlich verbunden ist. Mittlerweile ist die in Mülheim an der Ruhr lebende und mit der Damennationalmannschaft trainierende Johanna mehrfache WM Teilnehmerin. Als besonderen Leckerbissen in Spielerische Hinsicht ist der Indonesier Yonatha Dasuki zu sehen. Noch vor weniger als 2 Jahren war er Indonesischer Nationalspieler und in den TOP 10 der Herrendoppelweltrangliste zu finden. Aufgrund nur noch seltener Turnierteilnahmen ist er in der Weltrangliste abgerutscht. Am letzten Spieltag zeigte er aber, dass er immer noch auf einem sehr hohen Niveau spielt und gewann das Doppel und Mixed klar. Weiterhin kommen bei den Herren mit Alex Roovers und Dharma Gunawi zwei Spieler zum Einsatz, die bei Deutschen Ranglisten stets im Halbfinale oder Finale zu finden sind. Mülheim holte beim 3:3 gegen Hamburg am letzten Spieltag seinen ersten Punkt und überholte die SGA in der Tabelle dank dem besseren Spieleverhältnis.
Die SGA wird wohl in Bestbesetzung antreten können. Nach dem Punktgewinn am vorletzten Spieltag unterlag die Mannschaft nur knapp beim TV Refrath. Der Ärger über die verpassten Punkte zeigt, dass die Mannschaft an sich und das Wunder „Klassenerhalt“ weiterhin glaubt. Die Spieler wollen das schwache Auftreten vom letzten Heimspiel gegen Hamburg vergessen machen und Ihre durchaus vorhandenen Chancen versuchen zu nutzen um im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen. Dabei hilft natürlich eine entsprechende Zuschauerkulisse.
Neben der gewohnt erstklassigen Kuchentheke wird absolutes Spitzenbadminton geboten. Kommt also am Sonntag vorbei.
Es hat nicht ganz sollen sein ... 2:4-Niederlage beim TV Refrath
(gk) Wenn nach vier Spieltagen erst ein Zähler auf der Habenseite ist, dann wissen die betroffenen Vereine in der Regel, dass das Saisonziel nur lauten kann: Kampf um den Klassenerhalt! So war denn auch die Marschroute klar und sowohl der TV Refrath (bislang 1:7) als auch die SG Anspach (1:7) traten mit einer Bestenauslese an. Mit einer Ausnahme: Max Schwenger fehlte beim Gastgeber verletzungsbedingt. Dennoch: Die klare Favoritenrolle schoben alle Insider dem TVR zu. Und gerade dieser Erfolgsdruck der Schützlinge um Dany Schwarz und Heinz Keltzenberg spielte den Tunusstädtern anfangs mächtig in die Karten. Das SGA-Damendoppel mit Mona Reich und Samantha Barning legte furios los und führte nach wenigen Minuten des 1. Satzes 15:2 (!). Doch das TVR—Doppel mit Kim Buss und Carla Nelte kam immer besser ins Spiel und behielt im erforderlichen 3. Satz die Oberhand. Zeitgleich sorgte das HD der SGA mit Felix Schoppmann und Andi Heinz für eine kleine Sensation. Die beiden ließen sich vom taiwanesischen Neuzugang Lin Yu Hsien und Denis Nyenhuis nicht beeindrucken und siegten mit 21:17, 22:20 hauchdünn, aber verdient. Von da ab waren die Refrather wachgerüttelt und steuerten unaufhaltsam dem verordneten Pflichtsieg entgegen. Mona Reich unterlag im DE der irischen Nationalspielerin Chloe Magee nach gutem ersten Satz (19:21), Daniel Benz zog sich gegen Lin Yu Hsien mehr als achtbar aus der Affäre und Steffen Hornig wehrte im 2. Satz nach 15:20 Rückstand gar fünf Matchbälle ab, ehe er sich mit 22:20 durchsetzte und in den Entscheidungssatz ging. Da hatte er allerdings gegen den immer besser auftrumpfenden Kai Waldenberger keine Chance mehr. Dass Felix Schoppmann zurzeit einen hervorragenden Ball spielt, konnte jeder der knapp 50 Zuschauer wahrnehmen. Nach seinem HD-Sieg setzte er im GD mit der sehr starken Samantha Barning noch eins drauf und landete einen imposanten Zweisatzsieg gegen Chloe Magee und Denis Nyenhuis. An der Seite von Nyenhuis hatte Felix übrigens die erste DBV-Rangliste im HD gewonnen. 
Alles in allem war es ein weiterer guter Auftritt des SGA-Teams mit einer doch etwas unglücklichen Niederlage. „Das Unentschieden war schon in Reichweite, doch am Ende fehlte neben dem Quäntchen Glück noch ein wenig das Stehvermögen, mit dem man auch dritte Sätze gewinnen kann“, resümierte Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab, der neben Christian Roth das Team coachte. Das sympathische Refrather Team wird seinen Weg gehen, auch wenn es in dieser Saison vermutlich nur in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein wird. Mit der vorbildlichen Nachwuchsarbeit und einem beeindruckenden Talente-Pool sollte die Oberhauszugehörigkeit jedoch auf Jahre gesichert sein. 
Erinnerungen werden wach …
Zweimal 500 Zuschauer verfolgten vor zwei Jahren die beiden Relegationsspiele um den Aufstieg in die 1. Liga. Refrath jubelte und stieg auf – Anspach war nur wenige Minuten enttäuscht, ehe die Konzentration auf die neue Saison begann. Der Lohn für beharrliches Arbeiten mit bescheidenen finanziellen Mitteln folgte mit dem Aufstieg 2011. Nun spielen die Kontrahenten von damals Seite an Seite im Oberhaus und wollen in Komplettbesetzung die „Verhältnisse" klären. Klar, dass der TV Refrath Favorit ist – das signalisieren die „symphatischen Kelzenberger" schon deutlich genug in ihrer Presseveröffentlichung. Und sie lassen keine Zweifel am doppelten Punktgewinn gegen den Aufsteiger. Das Saisonziel war allerdings ein anderes, als nach vier Begegnungen mit 1:7 punktgleicher Tabellennachbar der SGA zu sein. Das SGA-Team hat mit dem 3:3 in Gifhorn Geschmack daran bekommen, „etwas mitzunehmen". So bringen alle Doppel zu Recht ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein mit und in den Einzeln präsentieren sich Kämpfertypen, die schon so manches Kabinettstückchen vollbrachten. Also: Außenseiter ja, aber die Flinte ist noch lange nicht ins Korn geworfen … (gk)
Nur einen Tag später: „Wir leben …!“
(gk) Der Tag nach dem rabenschwarzen Tag begann mit einer Hiobsbotschaft: Unser Aushängeschild und Jungnationalspieler Andi Heinz fällt wegen muskulärer Probleme aus. Im Kleinbus nach Gifhorn sitzen plötzlich nur noch Daniel, Felix, Steffen, Franklin und Mona, Samantha kommt direkt aus den Niederlanden angereist. Und dann passierte an diesem vierten Bundesligaspieltag das, was man einen Überraschungscoup nennt. Der Außenseiter krempelt die Ärmel hoch und stellt plötzlich fest, dass „dass da was gehen könnte“. Das neu formierte Herrendoppel Daniel Benz und Felix Schoppmann (die beiden haben im Training natürlich häufig miteinander trainiert) und das Damendoppel Mona Reich und Samantha Barning wuchsen über sich hinaus und brachten das SGA-Team zur Überraschung aller 2:0 in Führung. Nun zogen aber die Gifhorner ihre Trümpfe aus der Hand (Raul Must/Estland im 1. HE und Carola Bott im DE). Als dann dem SGA-Mixed, das erstmals mit Felix und Samantha besetzt war, ein Zweisatzsieg gelang, war die Freude über den dritten Punkt riesengroß. Steffen Hornig, der in dieser Saison erstmals eingesetzt wurde, weckte mit dem Gewinn des 1. Satzes im 2. HE Hoffnungen, die jedoch sein indonesischer Kontrahent Yoga Pratama schnell wieder zerstörte. Alles in allem eine Partie, die den rabenschwarzen Vortag komplett vergessen lässt. Ja, das Team hat gezeigt, dass es lebt … und es hat noch keinen Funken Motivation verloren. Weiter so!
Rabenschwarzer Tag für die blau-weißen Taunusstädter
Die Köpfe des SGA-Teams hingen beim Abendessen der Mannschaft nach dem Spiel doch recht tief. Jeder grübelte und reflektierte - fragte sich, warum nicht ein Quäntchen mehr an eigener Leistung drin war. Am Ende stand resümierend, dass dieser VfL 93 Hamburg in diesem Match einfach alles abrufen konnte und zudem in Bestbesetzung antreten konnte – sieht man von dem an Nr. 33 der Weltrangliste geführten Inder Ajay Jayaram ab, der bisher noch nicht zum Einsatz kam. So blieb nur das neidlose Anerkennen der überragenden Leistung aller Hamburger. Dazu zähle ich auch Trainer Jacek Hankiewicz, der bereits beim Aufstiegsspiel der SGA gegen Hamburg 2004 als Spieler und Trainer Optimales leistete. Mit 0:6 fiel die Niederlage wieder extrem deutlich aus. Erstaunlich, dass die Hamburger sechs Stunden Anreisezeit, Sperrung der Autobahn und hierdurch bedingte Umleitung locker wegsteckten.
Die Begegnung war insgesamt einmal mehr eine Werbung für den Badmintonsport. Die Zuschauer unterstützten jede gelungene Aktion und lauerten ungeduldig auf den ersten Spielgewinn des SGA-Teams, Optimisten auf eine Punkteteilung. Der Funke übertrug sich letztlich nur auf das Damendoppel, in dem Jule Peters (als Ersatz für die niederländische Nationalspielerin Samantha Barning) ihr absolut bestes Match ihrer Karriere spielte und an der Seite von Mona Reich erst im Entscheidungssatz unterlag.
Einmal mehr machte die Bundesligabegegnung aber auch deutlich, wie groß der Unterschied zwischen 1. und 2. Bundesliga ist. Die aktuelle 1. Liga besteht namentlich zu 50% aus internationalen Stars, sprich Profis, deren sportliches Niveau in der Regel nicht im heimischen Training entstanden ist. Das ist nicht so beim VfL 93 Hamburg oder dem 1. BC Bischmisheim und erst recht nicht so bei der SG Anspach, die sich mit ihrem Kader in allen  Erstligabegegnungen in der absoluten Außenseiterrolle befindet. Diese Rolle gilt es nun auszuhalten. Für unsere Verhältnisse haben wir Hervorragendes geleistet (Aufstieg)! Es gilt nun, nicht nur die absolute Leistung zu sehen, sondern in besonderem Maße die Leistungssteigerung jedes einzelnen Spielers. Der so oft beschworene Teamgeist ist nun gefordert und die Bereitschaft jedes Einzelnen, die eigene Leistung im Leistungsvergleich einzuordnen und zu akzeptieren. Wer dazu bereit ist und das aushält, der wird auch die Motivation aufrecht halten, weiter am eigenen Leistungspotenzial zu arbeiten, ligaunabhängig.
Für die Zuschauer heißt dies: Mitdenken und diesen Weg begleiten. Die Leistungsbereitschaft und die Leistungssteigerung von Mona und Co. zu sehen, und nicht das „Punkten müssen“ des eigen Teams zum Gradmesser zu machen. Nehmen wir Badmintonfans die Chance wahr, sportlichen Vorbildern wie Juliane Schenk oder Marc Zwiebler und auch den internationalen Stars in der ARS-Halle Respekt und Anerkennung zu zollen. Es ist nicht das Gewinnen müssen, sondern die gemeinsam erlebte und ehrliche Freude am Badmintonsport, die nachhaltig wirkt.
Ich freue mich auf viele Zuschauer in den weiteren Bundesligabegegnungen der SG Anspach.                                                                   (gkomma)
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Badminton Bundesliga
©2009 Lars Janßen