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SGA entschied Hessenderby bereits in den Eröffnungsdoppeln
 Zweite Badminton Bundesliga
(gk) Das mit Spannung erwartete Kräftemessen der hessischen Zweitligisten 1. BV Maintal und SG Anspach nahm einen Verlauf, der sich vom Hinspiele erheblich unterschied. Damals waren beim 4:4 im kleinen Taunusstädtchen die Maintaler mit 2:1 nach den Doppeln in Führung gegangen, diesmal standen sie beim 0:3-Rückstand bereits in der Anfangsphase mit dem Rücken zur Wand. Das neu formierte 1. HD der SGA mit Daniel Benz/Sebastian Ames überzeugte in einem hochklassigen Spiel gegen die starken Steffen Peterskovsky/Christopher Fix mit dem 6. Sieg in Folge (21:14, 21:19), Mona Reich/Theresa Wurm steigerten sich im DD nach verlorenem 1. Satz gegen Maxi Stelzer/Tessa Koschig ernorm (18:21, 21:14, 21:13) und Philipp Discher/Christopher Ames waren in einem kampfbetonen Spiel gegen die gut aufgelegten Fabian Fritz/Matthias Fix voll gefordert, um mit einem hauchdünnen 21:19, 23:21 vom Spielfeld zu gehen. Mit diesem deutlichen Zwischenstand hatten auch die kühnsten Optimisten im SGA-Lager nicht gerechnet. Beinahe hätte Daniel Benz im 1. Herreneinzel nachgelegt, doch nach einem beeindruckenden 21:14, 21:23 gegen Maintals Ausnahmespieler Steffen Peterskovsky verzichtete Daniel nach bereits vergebenem Matchball wegen einer muskulären Verspannung auf die Austragung des Entscheidungssatzes. Zu einem wahren Krimi-Leckerbissen entwickelte sich im Anschluss das DE zwischen Maxi Stelzer und Mona Reich. Während der 1. Satz mit 21:9 deutlich an die Anspacherin ging, reizten beide Spielerinnen im 2. Satz das Punktekontingent nahezu vollends aus. Am Ende siegte Mona mit 30:28 und brachte die SGA mit 4:1 in Führung. Im GD sah es so aus, als könnten Sebastian Ames/Theresa Wurm gegen Christopher Fix/Tessa Koschig nach verlorenem 1. Satz (17:21) das Blatt noch wenden. Das SGA-Mixed lag bereits 11:5 in Front, um dann der plötzlich absolut fehlerfrei agierenden Maintaler Kombination noch mit 14:21 zu unterliegen. Dass die Begegnung am Ende mit 6:2 von der SG Anspach gewonnen wurde, lag an der deutlichen Überlegenheit im zweiten und dritten Herreneinzel. Sowohl Philipp Discher (21:17, 21:9 gegen Wei Ming Hauschild) als auch Christopher Ames (21:16, 21:8 gegen Mirco Parschau) lieferten eindrucksvolle Gewinnspiele. Obwohl zeitgleich alle Ligen im Einsatz waren, hatte das Hessenderby guten Zuschauerzuspruch. Mit 10:6 Punkten kann die SG Anspach relativ beruhigt in die Winterpause gehen. „Der 1. BV Maintal wird im neuen Jahr mit seiner „Main-Power“ noch die Punkte machen, die den Ligaverbleib sichern.“ Mit dieser Prognose ist sich Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab sehr sicher.
Hessenderby verspricht „Main-Power“
Zweite Badminton Bundesliga
(gk) Die Standortbestimmung in der 2. Badminton Bundesliga ist nach Abschluss der Vorrunde abgeschlossen. Die SG Anspach kann sich im guten Mittelfeld behaupten, Aufsteiger 1. BV Maintal weiß, dass er die Liga aus eigener Kraft halten kann. Das Unentschieden der Vorrunde deutete an, dass zwischen beiden Teams scheinbar keine Haaresbreite Leistungsunterschied liegt. Auch wenn die SGA zuletzt gegen die beiden punktgleichen Tabellenführer Fischbach und Bischmisheim II stark aufspielte und hierdurch eher favorisiert in die Auseinandersetzung geht, wissen Insider um die besondere Brisanz eines Derbyvergleichs. Das Endresultat wird sicherlich vom Ausgang der Eröffnungsdoppel abhängen. Da hatte die SGA im Hinspiel beim überraschenden 1:2-Rückstand den euphorisierten Schwung des Aufsteigers deutlich zu spüren bekommen. Seitdem haben zwei interne Aufstellungsveränderungen zu guten Erfolgen geführt. Sebastian Ames wechselte ins 1. HD an die Seite von Daniel Benz und Mona Reich rotierte mit Theresa Wurm. So fährt das Taunusteam mit neuem Optimismus zum Rückrundenstart an den Main. Da am Spieltag bedauerlicherweise alle Ligen im Einsatz sind, bleibt nur zu hoffen, dass das Hessenderby die verdiente Zuschauerresonanz erhält. Maintal und Anspach zählen neben Dortelweil zu den aktuell stärksten hessischen Badmintonteams, die in der Maintalhalle von Maintal für mächtig „Main-Power“ sorgen sollten (Sonntag, 30.11., 14.00 Uhr).    
Freude über geglückten Aktionstag und zwei Unentschieden gegen die Top-Teams der Liga
(gk) Man lag sich nicht in den Armen und sang, doch auch für die Bundesliga-Cracks und die Verantwortlichen der SGA war das „Wiedervereinigungswochenende“ ein umfassend erfreuliches. Zunächst war es der zum „Event des Jahres“ erhobene Aktionstag, und dann waren es die erhofften zwei Pünktchen aus den Spitzenspielen gegen die absoluten Top-Teams der Liga, den SV Fischbach und den 1. BC Bischmisheim II. Bereits einige Stunden vor der Begegnung gegen den SV Fischbach verwandelte sich die ARS-Halle in eine facettenreiche Übungsstätte. Neben Angeboten für die „Federmäuse“ (elternbetreute Pampers-Gruppe mit schlägerfreiem Grundlagentraining) gab es von den Bundesligaspielern und weiteren Aktiven betreute Schnupper- und Wettspielstationen für jede Altersgruppe. Es wuselte, bunte Luftballons flogen, beinahe jedes Agieren wurde geräuschvoll begleitet. Das aufwändig angerichtete Angebot bescherte noch am gleichen Tag Zusage-Signale für den breit angelegten Trainingsbetrieb und veranlasste den einen und anderen zum weiteren Verweilen in der Halle, in der ja noch das Liga-Spitzenspiel gegen den SV Fischbach anstand. 
Eines vorweg, der Heimspielnimbus (seit einem Jahr keine Niederlage in eigener Halle) blieb gewahrt. Dabei profitierte die SGA vom Fehlen der Spitzenspielerinnen des SV Fischbach, Alina Hammes (verletzt) und Carissa Turner (EM-Quali mit Wales). Als auch noch die nominierte Laura Kaiser nach 0:3 im 1. Satz des DD verletzt ausscheiden musste, war klar, dass alle Spiele mit Damen-Beteiligung an die SGA gehen würden, das DE gar kampflos. Die zahlreichen Zuschauer sahen gleich zum Einstieg in die Partie ein an Spannung kaum zu überbietendes 1. Herrendoppel, in dem Benz/Ames, S. gegen Geigenberger/Klein mit 28:26, 13:21, 23:21 die Oberhand behielten. Dann jedoch war es um die Glücksmomente der SGA-Herren rar bestellt. Discher/Ames, Ch. verloren das 2. HD im 3. Satz 15:21 und Philipp Discher unterlag im 2. HE denkbar knapp mit 20:22, 20:22. Einmal mehr lastete die Verantwortung auf den Schultern des 30-jährigen Christopher Ames, der seinem Team im letzten Spiel des Tages sogar den doppelten Punktgewinn hätte sichern können. Nach schwachem Start (15:21) kam er ins Spiel zurück (21:19) und führte im Entscheidungssatz bereits mit 5:0 und 11:8, ehe eine Fehlerserie von 5 Punkten die Wende zugunsten von Christopher Klein brachte (18:21). Mit dem Unentschieden war die SGA-Crew zufrieden, auch wenn Spielertrainer Franklin Wahab resümierte, „… dass heute noch ein wenig mehr drin war.“ 
Ein freudiges Wiedersehen gab es tags drauf in Saarbrücken-Bischmisheim mit der früheren SGA-Aktiven Lara Käpplein, die an diesem Wochenende erstmals nach ihrer Verletzung wieder zum Einsatz kam und mit ihrer Partnerin Annika Horbach auch gleich das erste Ausrufezeichen in einem auf hohem Niveau gespielten DD setzte (21:13, 21:17). Dass sie anschließend das DE kampflos abgab, schuldet sie noch der gebotenen Vorsicht und brachte der SGA einen Zähler auf der Habenseite. Indes entwickelte sich das 1. HD auch an diesem Tag zu einem zeitintensiven Highlight, das von den immer besser harmonierenden D. Benz/S. Ames mit 21:17, 19:21, 27:25 gegen Hopp/Seidel gewonnen wurde. Für das nervenstarke SGA-Doppel spricht, dass es vier Matchbälle abwehrte, ehe es den dritten eigenen verwandelte. In der Endphase unglücklich verlief aus Sicht der SGA das 2. HD von Discher/Ames, Ch. gegen Reuter/Deininger (15:21, 23:25). Dennoch keimte beim 2:2-Zwischenstand erstmals die Hoffnung auf eine Punkteentführung, die jedoch weder der angeschlagene Daniel Benz (Oberschenkelverhärtung), der im 1. HE gegen den langjährigen Nationalspieler Marcel Reuter anzutreten hatte, noch Christopher Ames im 3. HE gegen Simon Wang verstärken konnten. Da auch Marvin Seidel das GD mit Annika Horbach bereits im 1. Satz bei 4:11 verletzungsbedingt aufgeben musste und die SGA auf 3:4 heranrückte, erhielt das abschließende 2. HE zwischen Philipp Discher und Matthias Deininger spielentscheidenden Charakter. Diese „Profilierungschance“ ließ sich Philipp Discher nicht entgehen. Nach ganz schwachem Start (10:21) drehte er den Spielverlauf zu seinen Gunsten (21:16) und kassierte anschließend auch den viel umjubelten Entscheidungssatz (21:10). Mannschaftsführer Daniel Benz: „Mit beiden Unentschieden und 8:6 Punkten zum Abschluss der Vorrunde können wir erst mal gut leben – Fischbach hat sich als Aufstiegsaspirant bestätigt.“    
Aktionstag umrahmt Spitzenspiel SG Anspach - SV Fischbach am 8. November
Zweite Badminton Bundesliga
(gk) Schnuppern, Mitmachen, Zuschauen – unter diesem Motto gestaltet die SG Anspach am 8. November ihren Beitrag zum Badminton-Aktionsmonat der Gesundheitsinitiative „Deutschland bewegt sich!“, der von der Bild am Sonntag, dem ZDF und der BARMER GEK gefördert wird. Viele Bewegungsangebote sollen ab 11 Uhr in der ARS-Halle eine hoffentlich große Schar an Newcomer anlocken – denn das ist es, was unser Sport braucht. Nur ein breiter, freizeit- und jugendorientierter Unterbau kann regionale Akzeptanz auslösen und Leistungsentwicklungen verankern. Mit der Vorstellung der neuen SGA-Projekte „Federmäuschen“ und „Wackelzähne“, Schnuppertraining für Jedermann, Ballkontakt-Wettkämpfen und einer Autogrammstunde hofft die Abteilung einen angemessenen Rahmen für das Heimspiel gegen den Spitzenreiter SV Fischbach gewählt zu haben. Hinzu kommt ein auf Spendenbasis organisierter Badminton-Flohmarkt, bei dem z. B. Vereins-Shirts, gebrauchte Schläger und Schlägertaschen den Besitzer wechseln können.
Nichts zu verschenken haben indes die Liga-Cracks. Fischbach strebt mit zwei „hessischen Siegen“ die Herbstmeisterschaft an, die SGA würde gerne wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln, denn das Final-Szenario könnte der 2. Liga schlimmstenfalls vier Absteiger bescheren. Dass die Punktejagd an einem sehr dünnen Faden hängt, ist jedem SGA-Akteur bewusst. Weder Fischbach noch der 1. BC Bischmisheim II, der im Sonntagsspiel Gastgeber ist, hat in der laufenden Saison eine Begegnung verloren. Zwar ist die ARS-Halle für jeden Gegner ein heißes Pflaster, doch auch das Wahab-Team kann nicht auf Kommando über sich hinauswachsen. So bedürfte es in Komplettbesetzung an beiden Tagen schon einer Bravourleistung, um zu punkten – zu überlegen beherrschen beide Teams die Liga, in der am letzten Vorrunden-Wochenende bereits sechs Teams gegen den Abstieg spielen. Vielleicht entlockt der Aktionstag latentes Kraftpotenzial und füllt die Zuschauertribüne. Das Spitzenspiel in der 2. Liga sollte in vielerlei Hinsicht neugierig machen. Es beginnt am Samstag, 8. November, um 14.00 Uhr (ARS-Halle, Gustav-Heinemann-Straße, Neu-Anspach).  
Totalem Unentschieden gegen Freystadt folgte Kantersieg gegen Zittau
Zweite Badminton Bundesliga
(gk) Ganz großer Badmintonsport wurde am 4. und 5. Spieltag der Zweiten Badminton Bundesliga in der ARS-Sporthalle von Neu-Anspach gezeigt. Insbesondere die Samstagspartie gegen das bayerische Freystadt beinhaltete Spannung und klasse pur bis zum letzten Ballwechsel. Am Ende hieß es 4:4 (9:9 nach Sätzen und 332:331 nach Punkten), doch zuvor gingen alle Aktiven und vor allem auch die Zuschauer durch ein Wechselbad der Gefühle. Nachdem die SGA zuletzt jeweils nach den Eröffnungsdoppeln hinten lagen, konnte der Rückstand-Fluch überzeugend abgelegt werden. Durch Siege im 1. HD durch Benz/Ames, S. (25:23, 21:14 gegen Allan/Pistorius, J.) und im DD durch Reich/Wurm (21:11, 21:17 gegen Jäger/Seele) führte man 2:0. Leicht hätte es in der Folge auch 3:0 stehen können, doch Discher/Ames, Ch. unterlagen trotz bravouröser Leistung und zwei vergebenen Satzbällen denkbar knapp mit 24:26, 19:21. Also Mona Reich ein leicht herausgespieltes 21:9, 21:14 gegen Tanja Jötten folgen ließ, stand Freystadt beim 1:3-Zwischenstand mit dem Rücken zur Wand. Doch dann stachen die Trümpfe der Pistorius-Truppe. Zunächst war es Import-Profi Tai Allan (Malaysia), der Daniel Benz nur im 1. Satz an sich herankommen ließ und danach überrumpelten Waffler/Jötten, T. ein SGA-Mixed, das einfach nicht ins Spiel fand. Als dann auch noch die ukrainische Badminton-Ikone Vladislav Druzhchenko Philipp Dischers deutlichen Gewinn des 1. Satzes (21:12) mit 21:18, 21:12 wertlos machte, drohte die Begegnung beim Stand von 3:4 aus SGA-Sicht vollends zu kippen. So avancierte das 3. HE zwischen Christopher Ames und Doppel-Spezialist Johannes Pistorius zum „Match des Tages“, das die Zuschauer bis zum letzten Ballwechsel fesselte. Nach einem enttäuschenden 8:21 im 1. Satz sah das Gros der SGA-Anhänger bereits das avisierte Unentschieden schwinden und das Team von Spielertrainer Franklin Wahab um den verdienten Lohn gebracht. Doch Christopher kämpfte sich ins Spiel zurück (21:19 zum Satzausgleich) und bewies beim Spielstand von 19:19 im Entscheidungssatz absolute Nervenstärke. Sein 21:19 im 3. Satz wurde im SGA-Lager wie ein Sieg gefeiert.
Noch besser startete die SGA in die Sonntagsbegegnung gegen Robur Zittau, das tags zuvor ein überraschendes 4:4 im Aufsteigerduell gegen Maintal erzielt hatte. Das Match begann ganz nach Vorstellung des Anspacher Teams. In überzeugender Manier wurden alle vier Doppeldisziplinen gewonnen, was sich in der Gesamtbetrachtung als enorm wichtig erwies. Denn zunächst unterlag Mona Reich auf hohem Level der Engländerin Georgina Bland mit 18:21, 18:21 und dann gingen auch noch alle drei Herreneinzel über die höchstmögliche Distanz. Dies spricht für den starken Kampfeswillen der Zittauer, denen das drohende Abstiegsgespenst bereits nach 5 Spieltagen im Nacken sitzt. Dass am Ende gleich alle drei Entscheidungen zu Gunsten der SGA ausfielen, spricht für Kondition, Psyche und Kampfgeist des Benz-Teams. Verständlich ist aber auch, dass die Zittauer in Bestbesetzung etwas mit dem hohen Ergebnis haderten. Der 7:1-Heimerfolg verschafft der SGA ein wenig Luft im Mittelfeldgerangel, ehe am 8. November im Rahmen eines „Badminton-Aktionstages“ das Top-Spiel der Liga gegen Aufstiegsanwärter Fischbach über die Bühne geht (14.00 Uhr, ARS-Sporthalle Neu-Anspach).
SGA erwartet Freystadt und Zittau zum Heimspielwochenende
Zweite Badminton Bundesliga
(gk) Der Vorrunden-Auftakt in der Zweiten Badminton Bundesliga hat gezeigt, dass der SG Anspach eine schwere Saison bevorsteht. Nicht nur das 4:4-Auftakt-Unentschieden in heimischer Halle gegen Aufsteiger Maintal ließ das Benz-Team aufhorchen, auch der hart erkämpfte 5:3-Erfolg in Dillingen und erst recht das bis zuletzt umkämpfte 3:5-Match in Neubiberg haben gezeigt, welch gutes Potenzial auch in den gegnerischen Mannschaften steckt. So werden vermutlich viele Saisonspiele der SGA am nervenaufreibenden seidenen Faden hängen. Mit dem TSV Freystadt reist eine Mannschaft an, die in Komplettbesetzung neben dem SV Fischbach zu den heißen Anwärtern auf den Aufstieg in die Eliteliga zählt. Mit einem überragenden Spieler aus Malaysia auf Position 1, dem 41-jährigen langjährigen ukrainischen Nationalspieler Druzhchenko auf Position 2 und einer Vielzahl an hoffnungsvollen Jung-Talenten stellt der Gast eine schier unüberwindbare Aufgabe dar. Dabei täuscht der aktuell 5. Platz des bayerischen Teams über die wahre Leistungsstärke hinweg. Sowohl gegen Fischbach (3:5) als auch gegen „Übermacht“ Bischmisheim II (3:5), das ja bekanntlich nicht aufsteigen darf, setzte es unglückliche Niederlagen, die das Pistorius-Team vergessen lassen möchte. So ist die SGA gewarnt und müsste schon über sich hinauswachsen, wenn es punkten wollte. Dass die Taunusstädter dazu fähig sind, haben sie in ihrer 22-jährigen Bundesligageschichte allerdings schon das eine oder andere Mal gezeigt (Samstag, 11.10., 14.00 Uhr ARS-Halle Neu-Anspach).
Einen Tag später erwartet die SGA Aufsteiger Robur Zittau. Das Team aus dem östlichen Sachsen, das regelmäßig einige hundert Kilometer Anreise zu den Auswärtsspielen zurücklegen muss, liegt derzeit mit 0:6 Punkten am Tabellenende und wird alles dran setzen, um am Vortag in Maintal und möglichst auch gegen die SGA zu punkten. Auch wenn die SGA unbedingt beide Punkte behalten möchte, verspricht dieses Match gegen die u. a. mit zwei englischen, einem tschechischen und einem polnischen Aktiven international besetzte Mannschaft alles andere als ein Selbstläufer zu werden. „Zuletzt lagen wir nach den Doppeln stets 1:2 hinten und standen damit bereits vorzeitig mit dem Rücken zur Wand“ resümiert Spielertrainer Franklin Wahab, der auf eine mutig und selbstbewusst auftretende Truppe setzt. „Zwei Punkte am Wochenende sind das Ziel – gegen ein Pünktchen mehr als Zugabe habe ich nichts einzuwenden“, setzt Team-Manager Alexander Merget noch eins drauf. Bleibt zu hoffen, dass bei dieser Prognose die Rechnung nicht ohne den Wirt gemacht wird.    
Das Oktoberfest-Bier wollte nicht so richtig schmecken
(gk) Mit netten Gesten empfingen die bayerischen Badmintonklubs Dillingen und Neubiberg die SGA-Crew, die sich die Entführung von insgesamt zwei Wochenend-Punkten als Ziel gesetzt hatte. In der Donau-Kreisstadt Dillingen reichte man Obst, in der München-nahen Badmintonhochburg Neubiberg gab es zur Begrüßung einen Sechserpack Oktoberfest-Bier im tragbaren Rucksack. Die zwei erhofften Punkte befanden sich nach dem Bayern-Wochenende zwar im Reisegepäck der kampfstarken Anspacher, doch das Paulaner-Biergartengefühl wollte auf der Heimfahrt nicht so recht aufkommen. Zu nahe war man in der Sonntagspartie beim TSV Neubiberg in Tuchfühlung mit einem Punktgewinn und zu gerne hätte man diesen im Rucksack entführt. Doch der Reihe nach. In Dillingen sah es nach den Eröffnungsdoppeln zunächst einmal nicht so aus, als ob die 2:6-Niederlage der Vorsaison rehabilitiert werden könnte. Zunächst hieß es durch den erwarteten Sieg von Reich/Wurm gegen Romen/Oliwa, A. zwar 1:0, doch die anschließenden Zweisatzniederlagen von Benz/Discher (25:27, 18:21 gegen Berchtenbreiter/Nirschl) und Ames, C./Ames, S. (15:21, 19:21 gegen Güttinger/Teuber) schmerzten doch sehr. Drei klar gewonnene Spiele in Folge brachten die SGA dann jedoch auf die Siegesstraße. Daniel Benz schlug den angeschlagenen Florian Berchtenbreiter, Mona Reich hatte mit der italienischen Nationalspielerin Stephanie Romen wenig Mühe und auch Philipp Discher ließ keine Zweifel aufkommen, dass er bei der SGA und in der Liga eine Top-Nr. 2 ist. Spannend blieb es nach dem fulminanten Auftritt von Michael Teuber, der Christopher Ames im 3. HE sehr deutlich abfertigte und den TV auf 3:4 heranbrachte. So wurde es doch noch eine Partie mit Endspielcharakter, in der das neu formierte Mixed Theresa Wurm/Sebastian Ames nach glänzender Leistung mit einem hauchdünnen 21:19, 18:21, 21:19 das Gesamtresultat auf 5:3 vergoldete.
Während die Begegnung in Dillingen nach zweieinhalb Stunden zu Ende war, brauchte es in Neubiberg gut vier Stunden. Fünf Dreisatzspiele spiegeln eine Begegnung auf Augenhöhe wider, in der die SGA den Center-Court trotz neun gewonnener Sätze mit 3:5 als Verlierer verließ. Dabei gilt es resümieren, dass das Team um Spielertrainer Franklin Wahab auch im dritten Saisonpunktspiel mit 1:2 aus den Doppeln herausging. Obwohl beide neu formieren HD überzeugten, gelang nur Benz/Ames, S. mit 17:21, 23:21, 21:14 ein zählbarer Erfolg. Dabei standen beide im 2. Satz bereits einen Wimpernschlag vor dem Aus, als sie nervenstark zwei Matchbälle abwehrten. Einen überraschenden Verlauf nahm das folgende DE, in dem Mona Reich nach einem 15:21 gegen Kathrin Hoffmann deutlich auf der Verliererstraße schien. Doch wer Mona kennt, weiß auch um die Qualität ihrer Kampfkraft und Konzentration. Sie dreht das Spiel und besiegte ihre Kontrahentin in einer mitreißenden Endphase mit 21:19 im dritten Satz. Das GD Wurm/Ames, S. knüpfte an der starken Vortagsleistung bis zur 20:15-Führung im 1. Satz an. Dieser Satz kippte dann überraschend noch zum enttäuschenden 21:23 und ließ das hoffnungsvolle SGA-Duett nicht mehr ins Spiel kommen. Das 10:21 im 2. Satz bedeutete zugleich die 3:2-Führung für Neubiberg, das im 1. HE mit dem 21:19, 21:16 von Gregory Schneider gegen Daniel Benz gleich noch eins drauf setzte. Während Geburtstagskind Philipp Discher (29.9.) mit seinem Zweisatzsieg gegen den starken Nachwuchsspieler Lucas Böhnisch erneut glänzte, ließ auch Christopher Ames im 3. HE die Hoffnungen auf eine Punkteteilung keimen. Mit 21:7 schickte er Benjamin Placzek im 1. Satz vom Feld, ehe er dann der Leistungssteigerung des gegnerischen Mannschaftsführers und seinem beruflich bedingten Trainingsrückstand Tribut zahlen musste und die Folgesätze mit 14:21, 18:21 verlor. „Die Mannschaften der Liga sitzen sich auch in diesem Jahr auf dem Schoß“ – sechs der acht Wochenend-Begegnungen endeten 5:3. Mit dem aktuellen Mittelfeldplatz kann die SGA leben, doch zum Überleben bedarf es wohl noch eines Häppchens mehr.   
Mit großem Kämpferherz vorbei am Oktoberfest nach Dillingen und Neubiberg
Zweite Badminton Bundesliga
(gk) Einen großen Bogen wird die SG Anspach am kommenden Punktspielwochenende um das Oktoberfest in München fahren. So verlockend das alljährliche Event in der bayerischen Landeshauptstadt auch ist, die Taunusstädter sind sportlich gesehen gewarnt und müssen voll konzentriert sein, wenn das Unternehmen „Punkte-Entführung“ gelingen soll. Die 2:6-Auswärtsniederlagen der letzten Saison, die in der Schlussabrechnung sowohl gegen Dillingen als auch gegen Neubiberg zu Buche standen, stecken den Aktiven heute noch in den Knochen. „Das soll sich möglichst nicht wiederholen“ spornt Mannschaftsführer Daniel Benz sein Team an, das nun auch wieder auf den zuletzt beruflich verhinderten Christopher Ames zurückgreifen kann. Daniel selbst reist mit einer eindrucksvollen Vorzeigeleistung an, denn der am vergangenen Wochenende mit Jones Rafli Jansen bei den „Polish International Championships“ errungene 2. Platz im Herrendoppel setzt schon ein deutliches Ausrufezeichen.
Vielleicht gibt diese Bravourleistung dem gesamten Team die erforderliche Anschubhilfe, um die wackelige Auftaktbegegnung gegen den starken Aufsteiger Maintal (4:4) durch den einen oder anderen Punktgewinn vergessen zu machen. In jedem Falle begibt sich die SGA mit einer erheblichen Portion Respekt, aber auch einem großen Kämpferherzen auf Bayern-Tour.  
Hessenderby bis zum Schlusspunkt ein Spiel auf des Messers Schneide
(gk) Die zahlreichen Zuschauer waren die Nutznießer eines Hessenderbys mit Ligareife, das spannender nicht hätte verlaufen können. Zunächst nutzte der Aufsteiger 1. BV Maintal alle positiven Register seiner Aufstiegseuphorie, ehe der Liga-Dino SG Anspach im finalen Endspurt doch noch mit dem mühsam erkämpften Unentschieden einen Saison-Fehlstart vermied.
Die Heimmannschaft aus dem Taunus war gewarnt, denn mit den amtierenden Hessenmeistern im HD Christopher Fix und Steffen Peterskovsky sowie Tessa Koschig und Neuzugang Maxi Stelzer verfügt das Main-Team über Spielergrößen, die wohl auch in der 2. Bundesliga ihren Lauf als potenzielle Punktegaranten fortsetzen sollten. So stand die SGA bereits nach den beiden Eröffnungsdoppeln mit dem Rücken zur Wand. Fix/Peterskovsky besiegten im 1. HD das neu formierte SGA-Doppel Benz/Discher 21:12, 18:21, 21:13 und auch Koschig/Stelzer, die im 1. Satz noch viel Respekt zeigten, fanden im DD immer besser ins Spiel und behielten letztendlich mit 19:21, 21:15, 21:16 die Oberhand. So führte der Liga-Debütant im Handumdrehen 2:0 und setzte damit den Gastgeber mächtig unter Druck. Wenn es um das Aushalten von Drucksituation geht, dann glänzte auf SGA-Seite bereits in der Vergangenheit immer wieder der mittlerweile 35-jährige Steffen Hornig, der den beruflich verhinderten Christopher Ames an der Seite von Sebastian Ames überragend vertrat. Mit einem 21:15, 21:13 gegen Matthias Fix/Fabian Fritz setzten beide das erste Ausrufezeichen auf SGA-Seite. Das Fünkchen Hoffnung auf die erhoffte endgültige Kehrtwende in der Partie verhinderte ein fulminant aufspielender Steffen Peterskovsky im 1. HE, als er Anspachs Mannschaftsführer Daniel Benz (aktuell auf Platz 12 der deutschen HE-Rangliste) beim 21:16, 21:17 nicht auf Tuchfühlung zu einem Satzgewinn kommen ließ. Dass die Begegnung noch einmal spannend wurde, verdankte die SGA dem hart erkämpften 21:19, 21:16 von Theresa Wurm im DE gegen Maxi Stelzer und dem eindrucksvollen Ligadebüt von Philipp Discher im 2. HE gegen Wei Ming Hauschild, das er mit 21:15, 21:17 zu seinen Gunsten entschied. Beim 3:3-Zwischenstand hatte die Komponente Spannung plötzlich wieder Fahrt aufgenommen und Sieg und Niederlage hingen am seidenen Faden. Die Südwestdeutschen Meister im GD, Christopher Fix/Tessa Koschig, schienen Nerven wie Drahtseile zu haben, als sie beim 21:11, 21:16 wie aus einem Guss spielten und dabei jede Schwäche des neu formierten GD S. Ames/Reich nutzten. Dass Team-Oldie und Ex-Hessenmeister Steffen Hornig noch lange nicht zu den „alten Haudegen“ gehört, bewies er im abschließenden 3. HE gegen den 21-jährigen Youngster des 1. BV Maintal, Mirco Parschau. Beim 19:21, 21:12, 21:13 strapazierte er die Nerven der bis zuletzt verweilenden großen Zuschauerschar zwar mächtig, doch er sorgte damit im SGA-Lager in letzter Sekunde noch für eine (Teil-)Erleichterung. „Es war das erwartet schwere Spiel mit Derbycharakter. Maintal hat gezeigt, dass es in die 2. Liga gehört. Wir müssen uns noch steigern, wenn nicht auch der Saisonverlauf auf des Messers Schneide stehen soll“, meint Daniel Benz, der das 4:4 (10:9, 345:346) als Warnschuss und Aufforderung zugleich betrachtet, im Training an der Landesportschule noch eine Schippe draufzulegen.  
Hessenderby als Standortbestimmung
(gk) Gleich zum Saisonauftakt erwartet die SG Anspach den Traditionsverein 1. BV Maintal, der nach knapp 20 Jahren Bundesligaabstinenz in die zweithöchste deutsche Liga zurückgekehrt ist. Beide Teams kennen sich aus vielen gemeinsamen Trainingseinheiten an der Landessportschule Hessen (Frankfurt) wie aus der Westentasche, so dass wohl jede einzelne Disziplin individuelle Brisanz verspricht. Die personellen Verrückungen gegenüber der letzten Saison halten sich bei beiden Klubs in Grenzen. Während Maintal die Damen-Formation um Maxi Stelzer ergänzt hat, muss die SGA den Verlust der starken Doppel- und Mixed-Spezialistin Lara Käpplein und des Schwanheim-Heimkehrers Robert Georg (in der letzten Saison Nr. 2 der SGA) verkraften. Mit dem 23-jährigen Neuzugang Philipp Discher, der zuletzt eine überragende Saison beim Regionalligameister SG Schorndorf spielte und bei der 1. DBV-Rangliste des Jahres mit Platz 3 im Herreneinzel glänzte, hofft die SGA auf eine erfolgreiche Belebung der „Men-Power.“ Auch wenn das Taunus-Team in der Heimpartie am 14. September (14.00 Uhr) leicht favorisiert scheint, könnte der BVM mit dem unbekümmerten Schwung eines Aufsteigers für eine Überraschung sorgen. Die Nähe der beiden Teams, sowohl örtlich als auch personell, sollte viele Zuschauer in die Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule locken. So richtet auch SGA-Mannschaftsführer Daniel Benz einen nachhaltigen Appell an die Badmintonfans: „Gerade an einem Tag, der für alle anderen Spielklassen noch punktspielfrei ist, sollten sich die rhein-mainischen Badmintonfans die Chance auf einen attraktiven Anschauungsunterricht bei bester Stimmung nicht entgehen lassen.“
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Badminton Bundesliga
©2009 Lars Janßen