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2015: Unser aktuelles Saisonheft

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Wochenende der Wahrheit – vier Teams wehren sich gegen den Abstieg
(gk) Die Aufstiegsfrage in der Zweiten Badminton Bundesliga Süd sollte nach dem überraschenden Punktabzug für den SV Fischbach wohl zugunsten des TSV Neuhausen geklärt sein. Bestenfalls kann der zuletzt so stark auftrumpfende TSV Neubiberg den bayerischen Lokalmatadoren in letzter Sekunde noch ein Schnippchen schlagen.
Spannung pur spielt sich indes in der Abstiegsfrage ab. Während der TuS Wiebelskirchen (1:19) erster Absteiger ist und der TV Dillingen (8:12) mit dem Rücken zur Wand steht, müssen sich gleich drei weitere Mannschaften aufgrund ihres Punktverhältnisses von 10:10 Sorgen machen:  der TSV Freystadt, der SV Fischbach und die SG Anspach. Der Kampf um den Klassenerhalt hat sich verschärft, da bei einem Abstieg von zwei Süd-Vereinen aus der Eliteliga konsequenterweise drei Vereine aus der 2. Liga Süd absteigen müssen.
Die SG Anspach hat es am kommenden Doppelspieltag vor heimischem Publikum mit dem TSV Freystadt und dem TV Dillingen zu tun. Beide Teams haben zuletzt bewiesen, dass sie bestens in der 2. Liga angekommen sind und in alle Begegnungen auf Augenhöhe gehen können. Schmerzlich musste dies die SGA bereits in der Vorrunde erfahren, als nach der unerwarteten 3:5-Niederlage beim TV Dillingen die Köpfe extrem tief hingen. In Komplettbesetzung würde die SGA gerne jeden erzielbaren Punkt mitnehmen, um endgültig die Klasse zu sichern. Die Spiele am Wochenende der Wahrheit finden am 22.2. (Freystadt) und am 23.2. (Dillingen) jeweils um 14 Uhr in der ARS-Sporthalle von Neu-Anspach statt. Hallo, ihr lieben hessischen Badmintonfreunde! Rafft euch auf, kommt mal wieder vorbei in der ARS-Halle. Es wäre schön, wenn wir mit eurer Unterstützung am Wochenende den Verbleib der einzigen hessischen Mannschaft in der Zweiten Bundesliga feiern könnten.
Lara Käpplein und Theresa Wurm holen zweimal Silber und zweimal Bronze bei den Deutschen Badminton Jugendmeisterschaften
(gk) Der Griff zum Deutschen Meistertitel blieb unseren beiden Jugend-Nationalspielerinnen verwehrt, doch mit dem Gewinn von zwei Vizetiteln und zwei 3. Plätzen brachten sie von den Deutschen Jugendmeisterschaften in Wesel eine reiche Ernte mit. Lara hatte bereits am Freitag vorgelegt. An der Seite ihres Mixedpartners Marvin Seidel (1. BC Bischmisheim) spielte sie sich mühelos bis ins Halbfinale vor, wo es dann beim 21:17, 21:19 gegen Max Weißkirchen/Eva Janssens (1. BC Beuel) erstmals eng wurde. Im Endspiel lockte gegen Johannes Pistorius (TSV Freystadt) / Linda Efler (TV Emsdetten) bei 19:17 schon der Gewinn des ersten Satzes, ehe dann doch ein 19:21, 14:21 „nur“ zum Vizetitel reichte. Mit Setzplatz 1 ging Lara mit ihrer Partnerin Jennifer Karnott (Spvgg. Sterkrade-Nord) im Damendoppel ins Rennen. Leider konnten die beiden gegen Linda Efler (TV Emsdetten) / Eva Janssens (1. BC Beuel) nicht den Sieg von den DM der Senioren in Bielefeld wiederholen und unterlagen mit 19:21, 13:21. Wenn auch der Traum vom Meistertitel nicht in Erfüllen ging - zwei deutsche Vizetitel beim letzten Start im Jugendbereich sind ein fantastisches Ergebnis.
Auch Theresa Wurm präsentierte sich in hervorragender Verfassung. Sie startete in allen drei Disziplinen – natürlich mit dem Hauptaugenmerk auf das Einzel, in dem sie ja in der 2. Liga viel Erfahrung sammeln konnte. Am Ende gelangte sie bis ins DE-Halbfinale, wo sie mit 13:21, 16:21 an dem 15-jährigen Newcomer Yvonne Li scheiterte, die schon bei den Seniorinnen bis ins Halbfinale vorgedrungen war. Im Damendoppel kämpfte sie sich an der Seite von Julia Kunkel (PTSV Rosenheim) beinahe überraschend bis ins Halbfinale vor, wo dann jedoch mit einem 14:21, 13:21 gegen die späteren Deutschen Meisterinnen Efler/Janssens Endstation war. Im 32-Feld des Mixed-Wettbewerbs gelang dann noch ein feiner 5. Platz, der unser Allround-Talent Theresa zusätzlich qualifiziert. Zwei dritte Plätze bedeuten für Theresa einen hervorragenden Abschluss ihrer „Jugend-Spielzeit“.
Zum Ausruhen ist kaum Zeit. Die neue Herausforderung wartet schon in zwei Wochen: Kampf um den Verbleib in der Zweiten Liga!
Hut ab vor Lara Käpplein - Bronze im Damendoppel bei Deutscher Meisterschaft
(gk) Damit hatten die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Gemeinsam mit Jeniffer Karnott von der Sportvereinigung Sterkrade-Nord (NRW) kämpfte sich Lara Käpplein als ungesetztes Damendoppel im 64-er Feld der Seniorinnen bis ins Halbfinale vor, wo sie vor der Rekordkulisse von 1500 Zuschauern am späten Samstagnachmittag den neuen Deutschen Vizemeisterinnen Isabel Herttrich/Carla Nelte von den Erstligisten PTSV Rosenheim/TV Refrath mit 8:21, 17:21 unterlagen. Nach einem Freilos in der 1. Runde hatten es die beiden 18-jährigen gleich mit der Top-Paarung Hanna Kölling/Mette Stahlberg zu tun, die in der 2. Liga Nord für den TV Refrath aufschlagen. Mit 21:15, 24:22 schalteten sie die an 3/4 Gesetzten aus und bescherten dem HBV-Trainergespann Franklin Wahab/Arnd Vetters einen von insgesamt nur zwei Podestplätzen hessischer Starter. In Runde 3 gelang gegen die erstligaerfahrenen Lisa Kaminski/Hannah Pohl (1. BC Beuel) ein deutliches 21:10, 21:11. Enger wurde es im Viertelfinale gegen Linda Efler/Eva Janssens (TV Emsdetten/1. BC Beuel), das mit einem 21:9, 19:21 (nach 19:11-Führung) im Entscheidungssatz aber doch souverän mit 21:14 gewonnen wurde. Zuletzt hatte SGA-Ikone Heike Schönharting die blau-weißen Farben auf den „Treppchen“ einer Deutschen Senioren-Meisterschaft vertreten: 1999 errang sie den DM-Titel im Einzel und 2000 wurde sie Dritte.
Für Käpplein/Karnott war dieser Erfolg eine willkommene Generalprobe für die Deutschen Jugendmeisterschaften 2014, die vom 7.-9. Februar in Wesel stattfinden. Dort geht das Doppel mit Setzplatz 1 ins Rennen, auf ihre VF-Gegnerinnen Efler/Jannsens (Setzplatz 2) könnten sie erst in einem möglichen Endspiel treffen. Auch Theresa Wurm, Setzplatz 3 im Einzel und im Doppel mit Julia Kunkel (PTSV Rosenheim), hofft bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf einen gelungenen Abschluss ihrer „Jugend-Starts“.
In einigen Disziplinen blieben SGA-Starter etwas hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurück. Bereits in der 1. Runde des GD scheiterten Mona Reich/Fabian Fritz (1. BV Maintal), in der 2. Runde des DD kam das Aus für Jule Peters/Tessa Koschig (1. BV Maintal) und Mona Reich/Sandra Emrich (TV Wehen) sowie für Daniel Benz/Robert Georg im HD und Jule Peters im DE. Daniel Benz, der in der 3. Runde gegen den amtierenden Jugend-Europameister Fabian Roth mit 15:21 und 17:21 unterlag, spielte phasenweise einen überragenden Ball, konnte sich aber gegen das aktuell wohl größte DBV-Talent der Herren nicht entscheidend durchsetzen. Ähnlich erging es Mona Reich beim knappen 20:22, 21:12,17:21 gegen die Berlinerin Lisa Deichgräber. Auch Theresa Wurm/Eva Kohlhaas (TV Wehen) im DD und Lara Käpplein/Marvin Seidel im GD (mit einem sehr guten 16:21, 17:21 gegen die neuen Deutschen Meister Michael Fuchs/ Birgit Michels) scheiterten in der 3. Runde.
Nicht zu bremsen - Theresa Wurm, Mona Reich und Jule Peters bei Hessischen und Südwestdeutschen Meisterschaften auf dem Treppchen!
(gk) Während sich die Herren diesmal in starker Enthaltsamkeit übten, glänzte die Damen-Garde der SGA mit überragenden Ergebnissen. Allen voran Theresa Wurm, die bei den Südwestdeutschen Meisterschaften der Jugend in Gera drei und bei den Hessischen Meisterschaften zwei Titel gewann (Dameneinzel und Damendoppel). Mona wurde Hessische und Südwestdeutsche Meisterin im Doppel und Jule erzielte in beiden Wettkämpfen die Vizemeisterschaft im Damendoppel – das beste Ergebnis in ihrer sportlichen Karriere.
SGA-Team tankte in Erdinger Therme Kraft
(gk) Natürlich hingen die Köpfe der gesamten SGA-Crew nach der 2:6-Niederlage gegen den Tabellennachbarn TSV Neubiberg tief. Das Fehlen von Spitzenspieler Daniel Benz hatte die befürchteten Folgen bewahrheitet. Beide Herrendoppel unterlagen 18:21 und 16:21 und als sich dann auch noch das bislang so erfolgreiche Damendoppel Reich/Käpplein den fulminant auftrumpfenden Hauber/Hoffmann geschlagen geben musste, stand das Taunusteam mit 0:3 bereits angeschlagen mit dem Rücken zur Wand. Wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkte Theresa Wurms 21:11, 21:7 gegen Mai Ngyuen, das sie problemlos einfuhr, denn Robert Georg konnte Gregory Schneider in einem schnellen Zweisatzmatch nur phasenweise Paroli bieten und ließ den TSV mit 4:1 in Front gehen. Als dann auch noch Oldie Steffen Hornig nach aufopferungsvollem Kampf 15:21, 21:18, 19:21 unterlag, war der 5:1-Siegpunkt für die mannschaftlich sehr stark aufspielenden Neubiberger unter Dach und Fach. Während der eher überraschende 21:15, 19:21, 21:19-Dreisatzsieg von Christopher Ames gegen Benjamin Placzek Ergebniskosmetik bedeutete, scheiterte die SGA auch noch in ihrer saisonbesten Disziplin, dem GD, durch Ames, S./Käpplein unglücklich mit 16:21, 21:19, 19:21 gegen Hauber/Hauber. Der 2:6-Endstand tat bei aller Wertschätzung der gegnerischen Leistung doch ein wenig weh, zumal in Komplettbesetzung zumindest die Chance auf eine Punkteteilung bestanden hätte.
Die Frage, ob die enorme Leistungssteigerung des Teams in der Sonntagsbegegnung beim Spitzenreiter TSV Neuhausen wirklich auf den vorabendlichen Besuch der Erdinger Therme zurückzuführen ist, wird wohl unbeantwortet bleiben. Fakt ist, dass der neutrale Betrachter ein SGA-Team auf dem Feld sah, das auch mit Blick auf die beängstigende Verdichtung im Abstiegsbereich der Tabelle gegenüber dem Vortag „brannte“. Den Grundstein für den 4:4-Teilerfolg beim Spitzenreiter TSV Neuhausen legten die Ames-Geschwister Christopher und Sebastian, die in ihrem besten Spiel im SGA-Trikot Wadenka/Heumann mit 21:13, 21:16 keine Chance ließen. Etwas enger ging es im DD zu, doch auch Reich/Käpplein agierten eine Klasse stärker als am Vortag und brachten mit dem 2:0 Zwischenstand gehörige Unruhe in das TSV-Team. Die Freude sollte nicht lange anhalten, denn Georg/Wahab unterlagen Bednorsch/Beier ebenso deutlich wie die junge, noch 18-jährige südwestdeutsche Meisterin in DE, Theresa Wurm, die gegen das präzise „Ball-im-Spiel-halten“ der 20-jährigen slowenische Nationalspielerin Kaja Stankovic kein durchschlagendes Mittel fand. Beim Spielstand von 2:2 erlebten die zahlreichen Zuschauer mit dem GD das wohl spannendste Spiel des Tages, das nach hartem Kampf S. Ames/Käpplein mit 21:16, 15:21, 21:17 für sich entschieden. Robert Georg, der an diesem Wochenende glücklos agierte, kam anschließend gegen Tobias Wadenka mit 6:21, 10:21 mächtig unter die Räder und auch Christopher Ames konnte gegen Lucas Bednorsch nicht an die Einzelleistung des Vortags anknüpfen. Nun lastete der Druck auf Steffen Hornig, mittlerweile in seiner 15. Bundesligasaison, Patrick Beier, dem überragenden Spieler der letzten Saison (nur eine Niederlage), Paroli zu bieten. Im Hinspiel hatte Steffen 10:21, 17:21 verloren, diesmal gelang ihm im 1. Satz mit 21:9 eine überaus beeindruckende Revanche. Riesenpech dann allerdings für Patrick, als er sich gleich zu Beginn des 2. Satzes verletzte und aufgeben musste. „So möchte ich meine Spiele nicht gewinnen“, kommentierte Steffen Hornig das Geschehen und nahm auch keine Gratulationen an. Er sendet mit der gesamten SGA-Crew beste Genesungswünsche gen München. Trotz des überraschenden Unentschiedens befindet sich die SGA nun erstmals seit 21 Jahren Bundesligazugehörigkeit in Abstiegsgefahr. Da stehen bis zum 23. März wohl noch einige „abstiegs- und aufstiegsrelevante Endspiele an“, resümiert Spielertrainer Franklin Wahab und äußert sein Erstaunen über die sportliche Ausgewogenheit aller Teams in der laufenden Saison.       
Favorisierten Bayernteams mit Zuversicht entgegen treten
(gk) Bereits der 9. Spieltag kann in der 2. Badminton Bundesliga eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft bringen. Entweder Neuhausen setzt sich deutlich ab oder Fischbach erweitert endgültig den Kreis der Titelaspiranten auf zwei Teams. Dass die SG Anspach noch einmal angreifen kann, ist eher unwahrscheinlich. Immer noch sitzen den Hessen die unglücklichen Niederlagen in Dillingen und zu Hause gegen Fischbach im Nacken. „Da haben wir unser Ambitionen verspielt“, ist sich das Team einig. Nun muss es aufpassen, dass es nicht erstmalig in ihrer 21-jährigen Bundesligageschichte in den Abstiegskampf der 2. Liga verwickelt wird, in dem TuS Wiebelskirchen und TV Dillingen bereits stecken. Der Kreis der Absteiger könnte sich nämlich um einen weiteren Verein erhöhen, wenn aus Liga 1 zwei Süd-Vereine absteigen sollten. Vom „heißen“ Platz 6 ist die SGA nur einen Punkt entfernt. Hinzu kommt, dass die Mittelfeldteams TSV Freystadt und TSV Neubiberg zuletzt mächtig auftrumpften und alles andere als einen abstiegsverdächtigen Eindruck hinterließen. So gesehen ist es für das Taunusteam gebotene Pflicht, künftig möglichst wenig Punkte liegen zu lassen. In beide Wochenendbegegnungen bei den bayerischen Vereinen Neubiberg (5.) und Neuhausen (1.) geht die SGA nach Aktenlage allerdings als Außenseiter. Die Zuversicht befindet sich zwar im Reisegepäck, doch für einen Punktgewinn müssten schon alle über sich hinauswachsen und das zuletzt so schmählich vermisste Glück in die „Kleeblattstadt“ zurückkehren.
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch - Abschluss auf Schusters Rappen
(gk) Der Vorstand der Abteilung wünscht allen Mitgliedern der Badmintonabteilung, den treuen Fans und Freunden unserer Abteilung eine gesegnete Weihnachtszeit und ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2014.
Entgegen der Ankündigung im Saisonheft muss in diesem Jahr der Abmarschtermin für die Jahresabschlusswanderung um eine Stunde vorverlegt werden. Wir treffen uns bereits um 15.00 Uhr am Parkplatz der ARS-Halle, da wir den ersten Teil der Strecke per Bus zurücklegen. Der abendliche Einkehrschwung mit der obligatorischen Verleihung der "Amaryllis" für vorbildliches ehrenamtliches Engagement erfolgt traditionell ab 18.30 Uhr im "Feldbergblick" / Hunoldstal. Der Vorstand freut sich auf zahlreiches Fußvolk und selbstverständlich auch auf "Späteinkehrer" ohne Laufbeteiligung.
Anspach klebte beim 3:5 gegen Fischbach das Pech am Schläger
(gk) Kein Wunder, dass die Cracks um Trainer Franklin Wahab noch einige Zeit mit hängenden Köpfen im Mannschaftsrund saßen und der vergebenen Matchchance nachtrauerten, die nach dem erlebten Sonntagnachmittag durchaus gegeben war. In 21 Bundesligajahren auf blau-weißer SGA-Seite habe ich noch nicht derartig gehäufte Glücklosigkeit im entscheidenden Moment erlebt. Man kann es auch anders ausdrücken: Der Gegner war im entscheidenden Moment einen Tick besser. Fakt ist, wer vier Spiele mit nur zwei bis vier Punkten Unterschied im Entscheidungssatz verliert und zudem noch eine hauchdünne Zweisatzniederlage (20:22, 20:22) einsteckt, der muss eine Menge Verarbeitungspotenzial aufbringen.
Das prognostizierte „Spiel auf Augenhöhe“ war es allemal, das weist auch die im Badminton letztendlich unbedeutende Punktebilanz von 407:370 zugunsten der SGA auf – als Sieger ging indes der SV Fischbach mit 5:3 (11:10) vom Spielfeld. In solchen Partien ist allseits ein starkes Nervenkostüm gefragt, zumal bekanntermaßen oft Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. Bereits das erste HD, das Rduch/Geigenberger gegen Benz/Georg mit 21:19 im 3. Satz für sich entschieden, lieferte die Kostprobe von „Spannung pur“ und brachte nicht den insgeheim erhofften SGA-Auftakterfolg. Dass Mona Reich/Lara Käpplein eine „feste DD-Bank“ im SGA-Aufgebot sind, musste auch Jung-Nationalspielerin Alina Hammes erfahren, die mit Malika Jung chancenlos war. Die Ampel stand auf SGA-Seite noch einmal auf „Grün“, als Sebastian und Christopher Ames mit einem beeindrucken Finish die 2:1 Matchführung sicherte.  Im folgenden Dameneinzel ließ Theresa Wurm erkennen, warum sie dem Jugend-Nationalkader angehört. Gegen die vielfache walisische Meisterin Carissa Turner war sie nach einem 21:14 im 1. Satz und einem 20:20 (nach 16:20-Rückstand) einen Punkt vor dem Matchball, ehe dann glücklose Momente zum 20:22, 17:21-Sieg der Kontrahentin führten. Ebenso knapp ging es dann im 1. HE zwischen den Ausnahmespielern Daniel Benz und Sebastian Rduch zu, das von hochklassigen Ballwechseln geprägt war. Am Ende hieß es aus SGA-Sicht 20:22, 20:22 und im Zwischenstand 3:2 für den SV Fischbach. Und der schlug gleich noch einmal zu. Denn im 2. HE ließ Robert Georg im 2. Satz bei 20:18 und 20:19 gleich zwei Matchbälle liegen und zog dann im Entscheidungssatz trotz hoffnungsvollem 16:16 in der Schlussphase mit 17:21 den Kürzeren. Mit dem 2:4-Rückstand im Nacken stand Christopher Ames im 3. HE mächtig unter Druck. Nach Auftaktproblemen, die zum 14:21 führten, bekam er Christopher Klein immer besser unter Kontrolle – bis zur 11:6-Führung im 3. Satz. Am Ende verlor auch Anspachs Nr. 3 unglücklich mit 20:22. Wie sollte es auch anders sein, an einem Tag, an dem das Pech am Schläger zu kleben schien. Die Glücksgöttin saß diesmal im Fischbacher Bus, daran änderte letztendlich auch der Dreisatzsieg im Gemischten Doppel von Sebastian Ames/Lara Käpplein nichts. Schau’n wir mal, ob die überraschende Niederlage von Neuhausen im Kampf um die Meisterschaft neue Kräfte freisetzt.  
Im Taunus steigt der „Classico“ SG Anspach gegen SV Fischbach – das Duell der Verfolger
(gk) Es war schon eine mittelprächtige Überraschung als die SG Anspach im ersten Saisonspiel der Zweiten Badminton Bundesliga mit einem 5:3 Auswärtserfolg vom Erstligaabsteiger SV Fischbach zurückkehrte.  Die Folgebegegnungen sollten zeigen, dass beide Teams in dieser Saison absolut auf Augenhöhe agieren. So sind die SGA (9:5) und der SVF (8:6) die härtesten Konkurrenten von Herbstmeister Neuhausen (12:2), der scheinbar unangefochten dem Titelgewinn entgegenstrebt. Einzig Bischmisheim II (10:4), das ja bekanntlich keine Aufstiegsberechtigung hat, ist mit seiner konstanten Formation aktuell in der Lage, die bayerische Vormachtstellung zu gefährden. So kommt der Begegnung in der ARS-Halle von Neu-Anspach am kommenden Sonntag, 14.00 Uhr, ein enormer Stellenwert zu. „Doppelt punkten“ heißt es für beide, um nicht schon zum Rückrundenstart endgültig den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Der Verlierer wird ins breite Mittelfeld fallen, in dem alle Teams um Punkte gegen den Abstieg kämpfen müssen. Fischbach wird natürlich auf Revanche sinnen und mit der frisch gebackenen Nationalspielerin Alina Hammes und der Waliserin Carissa Turner auch bei den Damen punkten wollen. Bei der SGA sorgte zuletzt das HD Daniel Benz/Robert Georg mit dem 2. Platz beim DBV-Ranglistenturnier in Cuxhaven für Furore. „Treten beide Teams in Komplettbesetzung an, kann es acht heiß umkämpfte Dreisatzspiele geben“, meint Spielertrainer Franklin Wahab, der einmal mehr seinem Badminton-Lehrer Edgar Hammes gegenüber steht. Spannung pur ist also angesagt, denn mit einem 4:4 wären wohl beide Mannschaften nicht zufrieden.    
Emotionale Achterbahn
(gk) Sehr extrem gestalteten sich die beiden letzten Spieltage der Zweitliga-Vorrunde für das Badmintonteam der SG Anspach. Während am Samstag nach dem 1:7 bei der sogenannten Reserve des 1. BC Bischmisheim die Köpfe tief hingen, waren sie nach dem 8:0-Heimsieg gegen TuS Wiebelskirchen beim anschließenden, obligatorischen Punktspielessen wieder in Haltung gebracht. Dass Bischmisheim II eine extrem gute Saison spielt, war im Vorfeld bekannt, doch dass neben den überragenden Stammkräften Marcel Reuter, Christof Hopp und Lisa Heidenreich auch noch Niederlande-As Eefje Muskens herangezogen wurde (bisher nur in der 1. Mannschaft eingesetzt), gab der Motivation des Taunusteams einen gehörigen Dämpfer. Diesen bekamen tags drauf auch der SV Fischbach zu spüren, der 2:6 unterlag. Mit den Siegen gegen die SGA und SV Fischbach schiebt sich die Nichtaufsteigermannschaft wie ein Keil zwischen den erstligaverdächtigen TSV Neuhausen und die ambitionierten Verfolgerteams. Christopher Ames blieb es im 3. HE vorbehalten, wenigstens den Ehrenpunkt zu entführen. Mit Eefje Muskens setzte Bischmisheim der bekannten Damen-Stärke der SGA eine unüberwindliche Hürde vor, die letztendlich auch zum deutlichen Erfolg der Saarländer führte. Schade, dass man die Zuschauerzahl bei diesem Spitzenspiel an einer Hand abzählen konnte …
Leidtragender des Vortagserlebnisses waren die sympathischen Spielerinnen und Spieler vom Aufsteiger TuS Wiebelskirchen. Sie erlebten ein hoch motiviertes SGA-Team, das in keiner Phase des Spiels locker ließ und mit dem 8:0 gegen die in Komplettbesetzung angetretenen Gäste nachhaltig den Anspruch auf einen Platz im vorderen Tabellendrittel untermauerte. In den für diesen Spieltag neu formierten Herrendoppeln griff auch Spielertrainer Franklin Wahab zum Schläger. An der Seite von Robert Georg überzeugte er ebenso wie Sebastian Ames an der Seite des Swiss-Open-Gewinners Daniel Benz. „Bis auf den unerwarteten Ausrutscher gegen Dillingen sind wir mit der Vorrunde sehr zufrieden“ resümieren die SGA-Verantwortlichen. Sie hoffen aber auch, dass es in der Rückrunde nicht noch einmal zu der gerade erlebten emotionalen Achterbahnfahrt kommt.    
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Badminton Bundesliga
©2009 Lars Janßen